Schlägereien und ein kleiner Brand

Die Silvesternacht in Ulm und Neu-Ulm ist für die Polizei diesmal relativ ruhig verlaufen. Es gab zwar einige durch Alkohol verursachte Zwischenfälle, aber nichts Ernstes.

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Die Ulmer Polizei hatte es in der Silvesternacht überwiegend mit Ruhestörungen, Unfällen und Handgreiflichkeiten zu tun, meist alkoholbedingten. So kam es zwischen Mitternacht und 3.45 Uhr zu mehreren Körperverletzungen in oder vor Discos und Lokalen in der Innenstadt. Außerdem gerieten in Wiblingen zwei Männer kurz nach Mitternacht aneinander, weil sie sich beim Abfeuern des Feuerwerks in die Quere kamen. Und gegen 1 Uhr fingen einige Party-Besucher an, von einem Balkon am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz Passanten und Gebäude mit Raketen zu beschießen. Verletzt wurde niemand, aber eine Jacke wurde versengt.

Wenig glorreich war auch der Silvesterscherz, den sich vier 16- und 17-jährige Jugendliche in Neu-Ulm erlaubten. Sie warfen gegen 21 Uhr Silvesterkracher in einen Altpapiercontainer beim Bowlingcenter in der Steubenstraße. Dieser ging daraufhin in Flammen auf. Die Feuerwehr konnte den Brand aber schnell löschen. Die Schadenshöhe ist noch unklar. Die Jugendlichen flohen zunächst, wurden aber kurz nach Mitternacht aufgegriffen. Sie werden angezeigt. Sonst verlief die Nacht auch in Neu-Ulm ruhig – abgesehen von einigen Schlägereien.

In Ulm ereigneten sich in der Silvesternacht außerdem alkoholbedingte Autounfälle. Kurz nach Mitternacht hatte ein 35-Jähriger nach kurzer Fahrt bemerkt, dass er zu viel getrunken hatte und nicht mehr fahren konnte. Deshalb ließ er seine 19-jährige Freundin ans Steuer, obwohl diese keinen Führerschein hat. Im Blaubeurer Ring schließlich griff der 35-Jährige an den Ganghebel und legte den Rückwärtsgang ein, worauf sein Auto rückwärts gegen den Hintermann stieß.

Gegen 0.30 Uhr stießen zwei Autos in der Schillerstraße in der Nähe des Landratsamtes zusammen. Ein 46-jähriger Autofahrer hatte in den Parkplatz am Universum-Center abbiegen wollen und hielt wegen Gegenverkehrs an. Der entgegenkommende 25-jährige Autofahrer fuhr – vermutlich weil er zu viel getrunken hatte – zu weit links und streifte den Wartenden. Verletzt wurde niemand, aber es entstand hoher Sachschaden von rund 25 000 Euro. Der 25-Jährige ist seinen Führerschein los. Das gilt auch für einen 34-jährigen Autofahrer, den die Polizei gegen 4 Uhr bei einer Kontrolle an der Böfinger Steige erwischte.

In Neu-Ulm hingegen gab es in der Silvesternacht lediglich einen fingierten Autounfall. Gegen 5 Uhr meldetete ein 52-jähriger Mann der Polizei, er sei von einem Auto überfahren worden. Der stark angetrunkene Mann war auf der Straße aufgewacht und hatte Schmerzen im Oberschenkelbereich, die – wie sich später herausstellte – jedoch von einem Sturz stammten.

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