Scherer-Ensemble auf den Wogen des Gesangs

Während des Sonnenuntergangs im Stadthaus zu sitzen und Musik zu lauschen, ist immer ein Genuss. Doch wenn das Scherer-Ensemble dazu bekannte und unbekannte Männerchöre zum Besten gibt, ist das Vergnügen doppelt groß.

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Unter dem Motto "Am fernen Horizonte" sang das Ensemble Werke, die der romantischen Sehnsucht nach fernen Welten geschuldet waren.

Das Hauptaugenmerk lag auf eher unbekannten Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy. Doch gab es auch Stücke von Schubert, Schumann, Reger sowie aus der Sammlung "Der Sänger an der Donau". Dieser Band erschien in Ulm 1841, just in dem Jahr, in dem sich der Verein für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben gegründet hatte. Und der ist ein Kooperationspartner des Scherer-Ensembles.

Die zwölf Männer sorgten mit ihren wohltönenden Stimmen für eine Fülle des Wohllauts bei den Gesängen, die nicht immer homogen in unterschiedlichen Besetzungen vorgetragen wurden. Unter der Leitung von Thomas Müller, der auch mit wissenden Worten durch das Programm führte, sangen Markus Sontheimer und Andreas Weil (Tenor 1), Henning Jensen und Burkhard Solle (Tenor 2), Emanuel Pichler und Thomas Müller (Bariton) sowie Klaus Besenthal und Michael Burow-Geier (Bass).

Vom Wasser und vom Wald handelten die ersten Lieder, bevor es in nördliche Ferne unter anderem zu Fingals Höhle ging. Trost in Musik und Alkohol folgten als eher irdische Sehnsüchte. Und die Schönheit von Erde und Frühling bildete einen hoffnungsvollen Abschluss.

Markus Munzer-Dorn begleitete die Sänger ab und an auf seiner Gitarre und steuerte auch solistische Werke bei. Mendelssohns "Musikantenprügelei" im Doppelquartett überraschte als ein opernhafter Spaß, bevor mit seinem "Abendständchen" als Zugabe die Zuhörer beseelt entlassen wurden.

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