Sabine Gauß ist jetzt für den Schwörmontag zuständig

Sie ist eine waschechte Ulmerin und Kind der Ulmer Stadtverwaltung, der sie seit 31 Jahren angehört: Sabine Gauß. Als Nachfolgerin Alois Schnizlers hat sie jetzt das Zepter am Schwörmontag in der Hand.

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Sabine Gauß hat nun das Heft des Schwörmontags in der Hand. »Ein Superteam«, wie sie sagte, sorgte 2012, also im Jahr eins nach Alois Schnizler, für einen reibungslosen Verlauf.  Foto: 

Schlag halb neun, Montagmorgen. Ihr Chef Ivo Gönner schlendert gelassen Richtung Rathaus, keine Spur von Nervosität vor der Schwörrede, die er in zweieinhalb Stunden halten wird. Der Adrenalinspiegel bei Sabine Gauß dürfte um diese Zeit einiges höher sein. Zwar ist die 51-Jährige eine Ur-Ulmerin, und als jemand, der von 1981 an seine Lehre im gehobenen Verwaltungsdienst gemacht hat und seither ununterbrochen in verschiedenen Funktionen in städtischen Diensten steht, kennt sie die Abläufe eines Schwörmontags aus dem Effeff.

Aber es ist Schwörmontag 2012 – für Sabine Gauß ein besonderer, denn erstmals verantwortet sie ihn. Gauß ist die Nachfolgerin Alois Schnizlers, der drei Jahrzehnte lang zuständig gewesen war für Repräsentation, Öffentlichkeitsarbeit, historische Feste. Er ist in Pension gegangen, was zu einer Umstrukturierung geführt hat: Gauß, bisher schon Bereichschefin in der intern wirkenden Beschaffungsstelle, bekam Schnizlers breit in die Öffentlichkeit wirkende Zuständigkeiten draufgesattelt. Die verheiratete Mutter einer Tochter (13) ist also Herrin über den Schwörmontag – ohne auch nur ansatzweise herrisch zu wirken. In jedem dritten Satz fällt das Wort Team, meistens in Zusammenhang mit der Umschreibung toll. „Es ist wirklich alles toll gelaufen in der Vorbereitung. Natürlich hat uns Alois Schnizler kräftig unterstützt.“

Sabine Gauß baut auf einen ausgetüftelten Organisationsplan, der freilich gestern auch nicht half, Landesministerin Bilkay Öney rechtzeitig auf den Weinhof zu lotsen. Doch die Integrationsministerin fühlte sich, wie sich beim Empfang im Rathaus zeigte, in Ulm bestens integriert, hatte es sogar genossen, unter gewöhnlichen Menschen zu stehen.

Zurück zu Sabine Gauß, die als erste kleine Duftmarke erstmals einen für Rollstuhlfahrer reservierten Bereich auf dem Weinhof hatte ausweisen lassen, und ihrem Team. Es steht am Ulmer Ausnahmetag unter Starkstrom und hat dennoch immer ein freundliches Wort auf den Lippen. Als da wären Ingo Bergmann, der die operativen Aufgaben Schnizlers übernommen hat, Manuela Hudelmaier (Organisation), Sigrid Herter und Frank Raddatz (Öffentlichkeitsarbeit). „Gut zu wissen, wenn ein Rädchen ins andere greift“, sagte Sabine Gauß, als die Schwörfeier weitgehend gelaufen war.

Und: „Am Schwörmontag wird mir immer besonders klar, warum ich so gern bei der Stadt arbeite: Weil wir so einen klasse Chef haben, der souverän ist, schnelle Entscheidungen trifft und bei dem man immer rasch einen Termin bekommt.“

Der Chef heißt Ivo Gönner.

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