Rückblick auf das Pfingsthochwasser 1999

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Ein Hochwasser, wie es alle 200 Jahre vorkommt, hatte am Pfingstsonntag, 23. Mai 1999, die Neu-Ulmer Innenstadt, Teile der Ulmer Altstadt und Gemeinden an Iller und Donau überflutet - nach langanhaltenden Regenfällen in den Allgäuer Alpen. Der Pegel der Iller war am Pfingstsonntag an der Messstelle Wiblingen auf das Rekordhoch von 7,52 Meter gestiegen. Zum Vergleich: 2005 wurde dort 7,39 Meter gemessen. Die Donau erreichte am Pfingstsonntag 1999 einen Pegel von 5,71 Meter (2005: 5,43 Meter).

Für Neu-Ulm war am Abend zuvor gegen 21.30 Uhr Katastrophenalarm ausgelöst worden. Die Neu-Ulmer Feuerwehr musste am Morgen darauf das erst im Dezember 1998 eröffnete Freizeitbad Atlantis (jetzt Wonnemar) aufgeben, ein ein Meter hoher Wall aus Sandsäcken konnte das Wasser nicht abhalten. Der Schaden allein am Bad wurde auf umgerechnet 2,5 bis 3 Millionen Euro geschätzt. Die Neu-Ulmer Innenstadt wurde überflutet, die Tiefgarage unter dem Petrusplatz wegen aufsteigendem Grundwasser geflutet. In manchen Straßen kam man nur mit Booten vorwärts. Gefängnis und Krankenhaus wurden evakuiert.

Auf Ulmer Seite wurde die Stadtmauer gesperrt, weil dort starker Hochwasser-Tourismus eingesetzt hatte. Überschwemmt war das Fischerplätzle, das Zunfthaus der Ulmer Schiffleute und Erdgeschoss-Wohnungen waren überflutet. Der Schaden war enorm. Der Reiterhof in der Wiblinger Platzmahd war von Hochwasser umgeben und von der Außenwelt abgeschnitten. ruk

Pegel von 1999 nicht erreicht
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