Richtfest auf Baustelle der Glacis-Galerie gefeiert

Mit 400 geladenen Gästen wurde am Mittwoch das Richtfest auf der Baustelle der Glacis-Galerie in Neu-Ulm gefeiert. Auch einige Nachbarn waren dabei.

|
Richtfest auf der Glacis-Galerie: "Drum trinken wir aufs Bauherren-Wohl von diesem edlen Alkohol."  Foto: 

Alexander Naujoks, der Geschäftsführer der Deutschen BAM, also der Firma, die in diesen Tagen die Glacis-Galerie in Neu-Ulm hochzieht, erhielt am Mittwoch vielleicht den spontansten und ehrlichsten Applaus vieler anwesender Gäste. Er wandte sich in seiner kurzen Richtfest-Ansprache vor allem an die zum Teil eingeladenen und auch anwesenden Nachbarn der Glacis-Galerie, die in den vergangenen zwölf Monaten schwer zu leiden gehabt hätten. Immerhin habe man auf der nicht gerade einfachen Baustelle mitten in Neu-Ulm über 1000 Gründungspfähle ins Erdreich rammen müssen, und die über 50.000 Kubikmeter Beton seien auch von über 8000 Lastern angefahren worden. Dieser Lärm sei sicher deutlich spürbar gewesen.

Ansonsten war es gestern Mittag so, wie es bei entsprechenden Anlässen fast immer ist: Preisend mit viel schönen Reden spielten sich die Bauherren und der Oberbürgermeister verbal die Bälle gegenseitig zu. "Mit solchen Projekten in der Stadt muss man Wahlen ja gewinnen", wandte sich Procom-Geschäftsführer Dennis Barth direkt an OB Gerold Noerenberg. Dieser versprach, dass die Kunden demnächst ein erstklassiges Einkaufserlebnis präsentiert bekämen und die Stadt Neu-Ulm um einen Anziehungspunkt reicher sein werde. "Ich wünsche mir", sagte Noerenberg, "dass die Glacis-Galerie in die gesamte Innenstadt ausstrahlt."

Dr. Alois Rhiel, ehemaliger hessischer Wirtschaftsminister und Geschäftsführer der OFB, einer Tochter der Hessisch-Thüringischen Landesbank, die von der Procom als weiterer Investor mit ins Boot geholt worden war, bezeichnete Neu-Ulm als nahezu idealen Standort für solch ein kommunales Einkaufszentrum. Der Standort sei bewusst nicht auf der grünen Wiese gewählt worden, sondern mitten in der Stadt. Neu-Ulm wachse, die Arbeitslosigkeit in der Stadt sei niedrig und die Kaufkraft liege weit über dem Durchschnitt. Der Mix an Geschäften, die in der Glacis-Galerie im März nächsten Jahres ihre Pforten öffnen werden, werde erstklassig sein. Namen nannte Rhiel aber nicht. Bekannt ist, dass sich unter den Mietern auch die Lebensmittel-Kette Rewe und der Elektronik-Riese Media-Markt befinden.

In der Nacht vom nächsten Samstag auf den Sonntag, so kündigte OB Noerenberg an, werde es nochmals ziemlich laut werden auf der Baustelle. Dann werde auf dem Julius-Rohm-Platz, wie die Verlängerung der Ludwigstraße heißt, die Brückenkonstruktion eingehoben, mit der die beiden großen Bauwerke der Glacis-Galerie verbunden werden. Danach werde das direkte Umfeld spürbar entlastet werden. Und in knapp einem Jahr sei ohnehin die Eröffnung vorgesehen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Auf der Ulmer Bahnhofstraße prallen Welten aufeinander

Bei Regen und Kälte ist nur wenig zu sehen von den unhaltbaren Zuständen, die einige Geschäftsleute auf der Bahnhofstraße beklagen. Doch es gibt sie, auch wenn es derzeit eher entspannt zugeht. weiter lesen