Regen: Wenig Besuch bei Streetfood-Markt in Friedrichsau

Der Regen! Beim Streetfood Markt rund um die Ratiopharm-Arena blieben am Samstag die Menschen weg. Am Sonntag zum Public Viewing war mehr los.

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Schlendern und staunen: Auf dem Streetfood Markt trauten sich die Mensch erst dann an die Stände, wenn der Regen zwischendurch mal nachließ.  Foto: 

Ob zwei Streetfood Märkte innerhalb von 14 Tagen in Ulm und Neu-Ulm nicht des Guten doch zu viel sind? Nun, Alexander Koppisch aus München, der mit seinem „The Blunch Kitchen“-Hänger und feinen Wraps im Angebot sowohl in der Friedrichsau wie auch bei der Ratiopharm-Arena mit dabei war, kann vergleichen: Das Konzept mit dem gleichzeitig verbundenen Public Viewing von Basketball-Finale und Fußball-EM sei stimmig, die Standmieten in Neu-Ulm überaus moderat. „In Ulm musste ich erst einmal 1000 Euro für Standmiete und Übernachtung mitbringen, ohne dass ein Euro verdient war.“ Dass am Samstag in Neu-Ulm so wenig bis gar nichts los war, liegt für ihn am schlechten Wetter. Aber nicht nur: Streetfood Märkte, so der Münchner, der mit seinen drei Hängern republikweit unterwegs ist,  würden auf die Menschen keine so große Anziehungskraft mehr ausüben.Vor allem dann nicht, wenn Eintritt und Parkgebühren (nicht in Neu-Ulm)  verlangt werden. Dann sei auch der Reiz des Neuen schnell verflogen. Koppisch lebt vor allem von Catering-Aufträgen.

Aber zurück zur Neu-Ulmer Kombi-Lösung, die die Schlemmermeile draußen mit dem gemeinschaftlichen Fußball-Glotzen drinnen verbunden hat: Am Samstagnachmittag wollten in der Halle gerade einmal 30 Menschen auf drei großen Bildschirmen den Kick zwischen der Schweiz und Albanien verfolgen, und auch draußen hielt sich der Andrang an den Ständen sehr  im Rahmen. Trotz eines ganz guten Angebots mit insgesamt 45 Ständen rund um die Arena. Das Angepriesene war vielfältig, die Preise noch moderat. Und so manche Idee war zumindest lustig: „Na Männer, habt Ihr Hunger?“, lockte Tim Schulz von „Running Maultasch“ aus Winnenden eine Gruppe zum Essen ein. Er kredenzte Maultaschenburger. „Weckle aufschneida, Maultäschle nei und g’schmelze Zwiebel drüber. Fertig.“ Nicht nur Philipp Klinger aus Pfaffenhofen ließ sich überzeugen, biss herzhaft rein und kommentierte: „Schmeckt gut!“

Viele Anbieter von Streetfood waren aus der halben Republik nach Neu-Ulm angereist, nicht die Brüder Francesco und Marco Contino. Die gebürtigen Neapolitaner betreiben in der Ausburger Straße zwischen der Rio Rita Bar und den Peter-und-Paul-Stuben ihr Italian Streetfood „Portico“. An der Ratiopharm-Arena war Werbung in eigener Sache angesagt,  und sie servierten „Fittatina“. Das sind frittierte und mit einer Bechamel-Soße verfeinerte Käsenudeln. Ein Arme-Leute-Essen aus Neapel, das überaus lecker schmeckt.

Besser war der Zulauf am Sonntag, als sich die Sonne mal blicken ließ, vor allem aber, weil das dritte Basketball-Finale und der erste EM-Kick der Deutschen übertragen wurden.

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