Realschüler spenden den Lohn für freiwillige Arbeitseinsätze

Gutes tun im Auftrag der Schule: 10.000 Euro überreichten die Schülersprecher des Albert-Einstein-Realschule in Wiblingen dem Ulmer Kinderhospiz. Verdient hatten sie das Geld an einem Aktionstag.

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10 000 Euro für Ulmer Kinderhospiz : Schirmherr und Bürgermeister Gunter Czisch mit den Vertretern der Albert-Einstein-Realschule.  Foto: 

40 Euro hat Justine Rose für einen Tag Arbeit bekommen: Erst hat die Zehntklässlerin in einer Apotheke sauber gemacht, am Nachmittag dann zuhause. Der 13-Jährige Niklas Schäfer aus Hüttisheim hat für Geld den Rasen des Nachbarn gemäht und beim Umbau des Gartens geholfen. So wie die beiden Schülersprecher, beteiligten sich insgesamt mehr als 680 Schüler der Albert-Einstein-Realschule in Wiblingen an dem Aktionstag "Dein Tag für Kids in Deutschland".

Während die Lehrer am 13. Mai an der Schule ihren Pädagogischen Tag hatten, jobbten die Schüler bei Bekannten oder in Firmen, um ihren Lohn gemeinsam für einen guten Zweck zu spenden. "Wir wollten unsere Schüler auf das schwere Schicksal manch gleichaltriger Kinder und Jugendlicher aufmerksam machen und damit einen Denkanstoß geben, wertzuschätzen, wie gut es einem eigentlich geht und wie wertvoll das Leben ist", sagte die Lehrerin und Initiatorin des karitativen Schulprojekts, Birgit Groll.

Gemeinsam mit den Schülersprechern, Schulleiter David Langer und dem Schirmherr des Projekts, Gunter Czisch, überreichten sie nun einen Scheck über 10.000 Euro an das Kinderhospiz Ulm. Geld, das für die Arbeit dort dringend benötigt wird, sagte die Leiterin des ambulanten Kinderhospizdienstes, Karen Strehler. Ein Großteil der Summe werde in die für kommendes Jahr geplanten Geschwisteraktionen fließen, sagte sie. Dabei sollen die Geschwister von schwerstkranken und sterbenden Kindern die Möglichkeit bekommen, von der bedrückenden Situation durch etwa einen Tag im Klettergarten oder auf einem Bauernhof Abstand zu gewinnen.

Bereits im vergangenen Jahr war Strehler an der Albert-Einstein-Realschule, um im Religionsunterricht ein Bewusstsein bei den Schülern für die Hospizarbeit zu schaffen. "Es ist schön, wenn Kinder uns jetzt mit diesem Scheck etwas zurückgeben", freute sie sich. Und auch Finanzbürgermeister Czisch sieht in der Aktion eine wichtige gesellschaftliche Erfahrung, schon im Jugendalter für andere da zu sein: "Manchmal", sagte er, "ist auch nicht alles traurig; geht es ja doch darum, die Trauer auch ein Stück weit zu überwinden". Insgesamt kamen bei der Aktion der Schule 11.000 Euro zusammen. 1.000 Euro spendete die Schule für humanitäre Hilfe in der Erdbebenregion in Nepal. 2014 kamen bei der seit Jahren stattfindenden Sammelaktion 9.850 Euro zusammen, die für krebskranke Kinder der Ulmer Kinderklinik gespendet wurden.

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