Raumnot endlich vorbei

Die Karl-Salzmann-Schule ist nach drei Jahren Bauzeit wie neu. Sie verfügt nun über eine Aula, zusätzliche Fachräume und eine eigene Infrastruktur.

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Lichtdurchflutet wie ein Neubau: Nach der Generalsanierung entspricht das 44 Jahre alte Gebäude der Karl-Salzmann-Schule modernsten architektonischen und energetischen Ansprüchen. Jetzt ist die Schule mit vielen Ehrengästen offiziell eröffnet und gesegnet worden, und an einem Tag der offenen Tür konnten sich Interessierte ein Bild machen.

Die Mittelschule, die zum Schulzentrum Pfuhl gehört, hat insgesamt 235 Schüler in 14 Klassen. Die Ansprüche an ein Klassenzimmer haben sich verändert: Heute sind zum Beispiel für die berufliche Vorbereitung spezifische Fachräume notwendig. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg berichtete von langwierigen Planungen. Der Grund: Weil es in den vergangenen Jahren immer weniger Schüler gab, musste die 2008 begonnene Planung komplett geändert werden.

"Die Karl-Salzmann-Schule entspricht heute sämtlichen Anforderungen an ein modernes Schulhaus des 21. Jahrhunderts", befand der OB. Im Gebäude gibt es nun moderne IT- und Werkräume, einen Textilarbeitsraum sowie eine Schulküche und alles ist barrierefrei - auch dank eines neuen Aufzugs.

Außerdem stehen Räume für die Ganztagesbetreuung zur Verfügung. In den kommenden Wochen wird noch die Schulbücherei samt Schülercafé fertig. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 6,1 Millionen Euro, der Freistaat hat davon 1,8 Millionen übernommen. "Der Umbau war für unseren Haushalt ein großer Brocken, aber das ist gut angelegtes Geld. Bildung braucht Investitionen, denn die Schule muss am Puls der Zeit bleiben, wenn sie die Jugend fit für die Zukunft machen will", sagte OB Noerenberg.

Auch Europaministerin Beate Merk war zur Einweihung gekommen: "Schule in Bayern ist Heimat und das hier ist eine Schule, die stolz macht. Denn sie ist nach dem einzigen Bürgermeister von Pfuhl benannt. In der Schule würden die Werte der Gesellschaft vermittelt. Merk: "Die Terroranschläge zeigen, dass wir eine feste Wertegemeinschaft brauchen. Schüler, ihr seid unser größter Schatz!"

Der stellvertretende Landrat Roland Bürzle lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Neu-Ulm und dem Landkreis in Sachen Schule.

Schulleiterin Martina Schweizer freute sich, dass endlich die Raumnot beseitigt ist. Sie bedankte sich auch bei den Nachbarschulen im Pfuhler Schulzentrum, die oft bei Raumproblemen ausgeholfen haben - vor allem während der heißen Bauphase.

Der Unterricht musste teilweise in die Schule nach Elchingen ausgelagert werden. "Manchmal war es so laut, da haben wir schon befürchtet, dass der Bagger durch die Wand kommt", berichtete Martina Schweizer. Sie lobte dennoch den perfekten Zeitplan der Architekten unter der Leitung von Klaus Laws, dem stellvertretenden Leiter des Neu-Ulmer Hochbauamtes. Er war es auch, der offiziell den Schlüssel überreichte.

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