Ratgeber für Senioren

Ein Ulmer Senioren-Wegweiser wird jetzt in vier Sprachen heraus gegeben: deutsch, türkisch, russisch und italienisch. 10 000 Exemplare liegen aus.

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Der neue Senioren-Wegweiser der Stadt ist in einer Auflage von jeweils 2500 Exemplaren erschienen. Der Zusatz "Internationaler" zeigt, dass die Menschen in unterschiedlichen Sprachen angesprochen werden. Foto: Oliver Schulz

. In Ulm leben heute 20 000 Menschen mit ausländischem Pass. Weitere 12 000 zählen zu den Aussiedlern, die aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion in den 1980er und 90er Jahren nach Deutschland kamen.

Um älteren Menschen aus diesem Personenkreis Informationen über Einrichtungen für Senioren in der Stadt nahezubringen, um ihnen einen Überblick über Dienste zu liefern, auf die sie eventuell zurückgreifen müssen, hat die Stadt Ulm gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt einen neuen Wegweiser entwickelt. Der liegt jetzt in einer Auflage von 10 000 Exemplaren bei städtischen Stellen, Beratungseinrichtungen und Vereinen aus. Neben der deutschen Version ist er in drei Fremdsprachen übersetzt: türkisch, russisch und italienisch.

Der Ratgeber wurde unter Mitwirkung des Seniorenrats entwickelt. Er umfasst 62 Seiten, auf denen auch die wichtigsten Adressen aufgelistet sind. Adressen, an die sich jeder wenden kann, wenn er sich etwa über Kulturangebote oder Altenheime informieren will. Auch Anlaufstellen wie der Generationentreff oder die Regionalen Planungsgruppen in den Stadtteilen werden aufgeführt.

Der Senioren Wegweiser, so hieß es während der Vorstellung der fremdsprachigen Ausgaben bei der Awo, biete keinesfalls nur Hilfe in schwierigen Lebenslagen. Darin seien auch viele Möglichkeiten der aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben skizziert.

Der neue Senioren-Wegweiser, der sich durch den Zusatz "Internationaler" vom bisher von der Stadt herausgegebenen unterscheidet, greift auch verschiedene Themen auf, die den meisten Deutschen vertraut sind, wie "Essen auf Rädern". Themen, für die beispielsweise fürs Türkische erst mal ein Begriff gefunden werden musste, berichtete der städtische Altenhilfe-Planer Claudius Faul. Insofern sei er auch für Deutsche interessant. Für ihren Alltagsgebrauch reiche in aller Regel aber der bisherige völlig aus, der übrigens aktualisiert neu aufgelegt werden soll.

"Viele Zuzügler, die mit unserem Wegweiser angesprochen werden, sprechen sicherlich längst gut deutsch", betonte Walter Lang, Leiter der Abteilung Ältere, Behinderte und Integration. Komplizierte Sachverhalte sollten ihnen dennoch in einer leicht verständlichen Sprache aufgezeigt werden.

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