Stadträte wollen schärfer gegen Raser vorgehen

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Aus dem ganzen Stadtgebiet kommen Beschwerden über Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind.  Foto: 

Die Klagen über Raser kommen aus dem ganzen Stadtgebiet. Ob in den Ortsteilen, in Wohngebieten oder in der Innenstadt – überall beschweren sich Anwohner über Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind. Diese Klagen kommen auch bei den Stadträten an und waren Thema bei den Haushaltsberatungen. Aus der Frauenstraße und der Olgastraße, wo nachts Tempo 30 gilt, kämen massive Beschwerden, berichtete Birgit Schäfer-Oelmayer (Grüne). Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch wegen des Lärms: Bewohner, Händler und Gewerbetreibende störten sich an den „aufheulenden Motoren“.

Schäfer-Oelmayer forderte häufigere Kontrollen gerade in der Frauenstraße. Dort sollte zudem die Aufstellung einer stationären Blitzanlage geprüft werden. Derzeit gibt es neun stationäre Blitzer im Stadtgebiet.

Die Forderung nach fest installierten Blitzanlagen kommen auch aus anderen Stadtteilen. Die FWG hält davon nichts. Die meisten Autofahrer wüssten bald, wo die Anlagen stehen, sagte Helga Malischewski. „Da bremst dann jeder und gibt danach wieder Gas.“ Die Freien Wähler unterstützten aber den Vorschlag der Grünen, eine weitere teilstationäre Blitzanlage anzuschaffen.

Blitzer auf dem Anhänger

Solche Geräte sind zum Beispiel auf einen Anhänger montiert, der dann für ein bis zwei Wochen an einem Ort abgestellt wird und tagsüber wie nachts Autofahrer blitzt, die zu schnell unterwegs sind. Danach kann die Anlage an einer Stelle eingesetzt werden. Die Stadt Ulm hat eine solche teilstationäre Blitzanlage gekauft, sie werde demnächst geliefert, berichtete Bürgerdienste-Chef Roland Häußler. Der blitzende Anhänger soll wahrscheinlich ab Februar einsatzbereit sein.

Bevor die Stadtverwaltung eine weitere teilstationäre Blitzanlage anschafft, rät Häußler dazu, erst einmal die Erfahrungen mit der ersten abzuwarten. Die ersten Ergebnisse werden zusammengefasst und den Stadträten im Frühherbst vorgelegt – bevor der Nachtragshaushalt beraten wird, in dem dann die Anschaffung einer weiteren Anlage beschlossen werden könnte. Die Kosten für ein solches Gerät bezifferte Häußler auf rund 200 000 Euro.

Die Kosten schrecken die Räte nicht. „Das Geld kommt wieder rein“, meint Helga Malischewski. Über Bußgelder. Michael Joukov (Grüne) findet nichts Unlauteres daran. „Jemanden dazu zu bewegen, sich rechtstreu zu verhalten, ist keine Abzocke.“

Barbara Münch (CDU) verspricht sich erzieherische Wirkung von Geschwindigkeitsanzeigen, die zwar nicht blitzen, den Autofahrern aber signalisieren, wie schnell sie unterwegs sind.

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Kommentare

16.12.2016 12:08 Uhr

Antwort auf Daniel Bergers Beitrag vom 15.12.2016, 23:44 Uhr

Sie scheiben:

"Und nein, ich kann Ihnen trotz des langen und ausführlichen Textes nicht folgen."

Schade, dann kann ich leider nicht weiterhelfen...

"Ab und zu gibt es doch mal eine Kollision. Fussgänger vs. Auto am Wiblinger Ring:
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/3028984
Gilt bzw galt im Mai 2015 an der Kreuzung auch Tempo 30?"

Der Wiblinger Ring hat mit der Diskussion um Tempo 30 in Wiblingen rein gar nichts zu tun. Tempo 30 galt auf der L 260 (Ortseingang Wiblingen von Unterkirchberg kommend, welchen das Bild zeigt, das Sie neulich von unserer Webseite anführten), d.h. Hauptstraße und einen Teil der Donautalstraße, sowie Sporer-, Abtei- und einen Teil der Ulmer Straße. Nicht jedoch auf dem Wiblinger Ring.

Der von Ihnen angeführte Unfall war so (wie Sie hoffentlich selbst bereits gelesen haben): "Der 66-Jährige kam von der Kemptener Straße und wollte [als Fußgänger] gegen 13.45 Uhr über den Wiblinger Ring. Er gab aber nicht acht und prallte gegen ein Auto...". Das unterstützt exakt meine Thesen.

Ansonsten denke ich, können wir die Diskussion beenden, denn Sie antworten nicht einmal auf Nachfragen zu von Ihnen aufgestellten Behauptungen. Ich respektiere Ihre Meinung, halte sie aber für unfundiert, unbegründet und sachlich nicht haltbar, aber auch das sei einem jeden zugestanden, solange er damit keine Realpolitik umsetzt.

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15.12.2016 23:44 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „es gibt eine einfache Methode...””””””

Sie schreiben "erklären Sie mir doch nochmal Ihren Text: ..." und zeigen damit abermals öffentlich, dass Sie Texte entweder gar nicht lesen, oder nicht verstehen können, denn die Antwort auf diese Bitte befindet sich ja bereits in meinem letzten Beitrag.

Warum betonen Sie öffentlich?
Meine Antwort: Sogar in der Zeitung. Ach nee nur auf der Internetseite ;-)

Und nein, ich kann Ihnen trotz des langen und ausführlichen Textes nicht folgen.

meine erste AW bezog sich auf:
"Dass jemand mal rein aus Schusseligkeit, Unaufmerksamkeit, Unachtsamkeit oder schlicht, weil ein Schild übersehen wurde zu schnell fährt (oder falsch parkt), kommt Ihnen nicht in den Sinn, Herr Thanner?"

Sollen die von Ihnen aufgeführten Punkte vor den Konsequenzen schützen oder ein Ausrede sein?
Motto: Herr Wachtmeister, leider war ich schusselig und unaufmerksam, zwar auch15 km/h zu schnell aber nein die Strafe werde ich nicht bezahlen. Weil ich habe ein Schild übersehen.

BTW
Ab und zu gibt es doch mal eine Kollision. Fussgänger vs. Auto am Wiblinger Ring:
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/3028984
Gilt bzw galt im Mai 2015 an der Kreuzung auch Tempo 30?

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14.12.2016 15:31 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „es gibt eine einfache Methode...”””””

@Daniel Berger:

Sie schreiben "erklären Sie mir doch nochmal Ihren Text: ..." und zeigen damit abermals öffentlich, dass Sie Texte entweder gar nicht lesen, oder nicht verstehen können, denn die Antwort auf diese Bitte befindet sich ja bereits in meinem letzten Beitrag...

Nun zu:

"Gerade hier kann Tempo 30 Sinn machen:
-links Friedhof
-vorne verengte Fahrbahn
-Fussgänger könnten kreuzen v.a. ältere, langsame vom/zum Friedhof schleichende Fussgänger"

Dazu Fragen an Sie:

- Warum rechtfertigt die alleinige Anwesenheit eines Friedhofs T30? Sachliche Gründe?

- Wie kommen Sie darauf, dass die Fahrbahn vorne verengt sei? Ich sehe nur um eine Verkehrsinsel herum geleitete Fahrstreifen, deren Breite allerdings immer noch dieselbe ist, wie an der Stelle, wo sie nicht getrennt sind. Grund: auch Busse und LKW müssen diese problemlos passieren können. Nicht ortskundig?

- Warum sollte alleine die Möglichkeit, dass Fussgänger kreuzen könnten (auch ältere, langsame vom/zum Friedhof, und wie Sie so nett alten Menschen unterstellen, "schleichende Fussgänger"), T30 rechtfertigen? Dieses Kriterium liegt für 100 % aller Ortschaftsstraßen vor, dann wäre T30 innerorts die Regelgeschwindigkeit. Übrigens könnte dort auch ein Baby krabbeln, wie wär's mit Schrittgeschwindigkeit?

- Warum sollte generell jedwede hypothetische Gefahrenlage, und sei sie noch so realitätsfern, T30 rechtfertigen, selbst wo objektiv keine solche vorliegt? Hausaufgabe: Was sagt die StVO?

Kennen Sie eigentlich die Unfallzahlen und vor allem -orte in Wiblingen? Nein? Dann recherchieren Sie mal munter nach, Sie werden feststellen, dass der von Ihnen beschriebene Bereich sowohl hypothetisch, als auch objektiv keine Gefahrenlage darstellt, wie uns jüngst auch durch mehrere Behörden bestätigt wurde (Polizeipräsidium, Regierungspräsidium, Verkehrsministerium und Landtag). Genau aus diesem Grund wurde dort auch wieder T50 angeordnet.

Übrigens, was meinen Sie, ist der Zweck der Verkehrsinsel, in dem von Ihnen beschriebenen Bereich? Eine Gefahr für "Fussgänger, die kreuzen könnten" darzustellen und somit T30 zu rechtfertigen, wie Sie es wollen, oder vielleicht eher eben jene Gefahr abzuwenden oder zumindest zu verringern, und auch "älteren, langsamen vom/zum Friedhof schleichenden Fussgängern" das Queren der Fahrbahn zu ermöglichen?

Erstaunlich, wie manche Leute Einrichtungen, die dem Schutz dienen, zur Gefahrenquelle umzudeuten versuchen, nur um T30 zu rechtfertigen! Wie eine Anwohnerin, die eine Gefahrenlage "auch durch die neuen Radfahrerschutzstreifen" als Argument für T30 heranziehen wollte. Jaja, daher der Name "SCHUTZ-Streifen", gell?

Bitte machen Sie sich erst einmal kundig, wie die Sach- und Rechtslage ist, und was die Vor- und Nachteile von T30 sind. Wenn Sie belastbare sachliche Argumente vorbringen können, ist es viel einfacher, Sie als Diskussionspartner Ernst zu nehmen. Leute, die mir nur "Meinungen" mitteilten, haben schon genug meiner Zeit verplempert.

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09.12.2016 21:35 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „es gibt eine einfache Methode...”””””

Achso - ein schönes Foto:

http://gegen-tempo-30.de/wp-content/uploads/2015/06/cropped-Header1102x3501.jpg

Gerade hier kann Tempo 30 Sinn machen:
-links Friedhof
-vorne verengte Fahrbahn
-Fussgänger könnten kreuzen v.a. ältere, langsame vom/zum Friedhof schleichende Fussgänger

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09.12.2016 21:29 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „es gibt eine einfache Methode...””””

auf was wollen Sie eigentlich hinaus?

erklären Sie mir doch nochmal Ihren Text:
"Dass jemand mal rein aus Schusseligkeit, Unaufmerksamkeit, Unachtsamkeit oder schlicht, weil ein Schild übersehen wurde zu schnell fährt (oder falsch parkt), kommt Ihnen nicht in den Sinn, Herr Thanner?"

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09.12.2016 09:20 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Antwort auf „es gibt eine einfache Methode...”””

@Daniel Berger:

Man sieht leider, dass Sie nicht einmal die Texte lesen (oder wenn Sie sie lesen, in der Lage sind, diese zu verstehen), sonst würden Sie auf das von mir gesagte nicht mit dem von Ihnen verlinkten Text reagieren.

Keiner der von mir genannten Gründe für einen Regelverstoß fallen unter "Charakterliche Eignungsmängel", erst Recht nicht in dem Sinne, wie er dort definiert wird. Erst lesen, dann verstehen, dann kommentieren!

Ihre Ausage "Oh ich hoffe sie haben keinen Führerschein." in diesem Kontext lässt Rückschlüsse über Ihre eigene Einschätzung Ihrer Fähigleiten zu, denn im Umkehrschluss müssen Sie dann davon ausgehen, dass Sie selbst frei von Schusseligkeit, Unaufmerksamkeit oder Unachtsamkeit sind und noch niemals in Ihrem ganzen Leben ein Schild übersehen haben oder einen (Verkehrs-)Regelverstoß begangen haben.

In Anbetracht dieser völligen Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten, zweifle ich persönlich nicht nur Ihre Eignung für die Teilnahme am fließenden Verkehr an (dieser schließt Radfahrer mit ein), sondern generell Ihre Eignung für jedwede Tätigkeit in verantwortlicher Position.

Ihre willkürliche Dramatisierung, dann auch noch ein "oder jemanden umfährt und tötet [...]." anzuhängen (also wieder meine Aussagen zu verzerren und aus dem Kontext zu reißen), zeigt auch nur, dass Sie sich mit dem wahren Inhalt meiner Aussage nicht auseinandersetzen wollten (bzw. vermutlich eher: konnten) .

Aber ich halte Ihnen auch gerne dieses Stöckchen hin, ich hoffe Sie hyperventilieren dann nicht, denn es ist ein Fakt, dass immer wieder im Straßenverkehr Leute aus den o.g. Gründen sogar auch umgefahren oder getötet werden. Wer das leugnet, lebt nicht in der Realität, sondern in einer Traumwelt. Dazu finden Sie etliche Artikel bei der SWP, auch jüngeren Datums ("Ampel übersehen", "Vorfahrt missachtet", etc.)

Da Sie nun erfahrungsgemäß diese reine Feststellung der Tatsachen wieder so mißverstehen werden (wollen), als sei dies eine Rechtfertigung bzw. Verharmlosung meinerseits, sage ich Ihnen dies gleich vorab noch einmal: Es handelt sich nur um eine Feststellung, und weder hier, noch in meinem vorigen Post, rufe ich zum Ignorieren der Verkehrsregeln auf, noch entschuldige ich derlei Verhalten, noch verharmlose ich es.

Im vorigen Post war der Punkt schlicht und einfach, dass man es sich nicht per se so einfach machen kann, zu sagen: "wer schneller fährt ist eben ein Raser.", da es viele verschiedene Gründe für "schneller fahren" gibt.

Übrigens:: Wenn es Schusseligkeit, Unachtsamkeit, usw. nicht gäbe, müssten alle wegen (versuchten oder vollendeten) Totschlags in den Knast, die mal jemand mit dem Auto umgefahren haben. Da es das aber sehr wohl gibt, gibt es das Delikt der "fahrlässigen Tötung" mit entsprechendem Strafmaßrabatt, um der Fehlbarkeit des Menschen Rechnung zu tragen.

Hoffen Sie mal, dass Sie nie in diese Situation kommen, aus Unachtsamkeit jemandem Schaden zugefügt zu haben. Dann denken Sie anders...

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09.12.2016 00:52 Uhr

Antwort auf „Geht es um Raser oder um Geld?”

"Jemand, der 10-15 Kmh zu schnell fährt, ist bestimmt kein Raser"
15 km/h zu schnell bei 50 km/h ist aber ganz schön viel zu schnell.

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09.12.2016 00:48 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „es gibt eine einfache Methode...””

"Dass jemand mal rein aus Schusseligkeit, Unaufmerksamkeit, Unachtsamkeit oder schlicht, weil ein Schild übersehen wurde zu schnell fährt (oder falsch parkt), kommt Ihnen nicht in den Sinn"

Oh ich hoffe sie haben keinen Führerschein.

Weil siehe hier:
http://www.rae-luehl.de/rechtsinformationen/verkehrsrecht/fahrerlaubnis/entziehung/charakterliche-eignungsmaengel.php

"Dass jemand mal rein aus Schusseligkeit, Unaufmerksamkeit, Unachtsamkeit oder schlicht, weil ein Schild übersehen wurde zu schnell fährt" oder jemanden umfährt und tötet kommt mir in den Sinn.



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08.12.2016 13:32 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Geht es um Raser oder um Geld?””

Herr Joukov, die Anlage wird sich nicht einmal refinanzieren??? Geht man davon aus, dass in 24 Stunden lediglich 40 "Raser" geblitzt werden, sind das bei durchschnittlich 25 Euro Busgeld pro Fall 1000 Euro täglich.
Damit wäre die Anlage nach 200 Tagen refinanziert. Sicherlich muß man auch noch die Personalkosten berücksichtigen. Die Anlage wird also über die Jahre hinweg sehr viel Geld in die Stadtkasse spülen.

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08.12.2016 12:17 Uhr

Antwort auf „es gibt eine einfache Methode...”

Dass jemand mal rein aus Schusseligkeit, Unaufmerksamkeit, Unachtsamkeit oder schlicht, weil ein Schild übersehen wurde zu schnell fährt (oder falsch parkt), kommt Ihnen nicht in den Sinn, Herr Thanner? Oder dass eine Stadt verkehrsplanerischen Unfug treibt und bspw. unangemessen wenig Parkraum zur Verfügung stellt und auch einmal unangemessene Beschränkungen anordnet?

Die Aussage "Und ja, wer schneller fährt ist eben ein Raser." kann man nur so deuten, dass es bei Ihnen nur schwarz und weiß gibt und nichts dazwischen. So einfach ist die Welt aber nicht. Ihrer Logik nach sind übrigens 100% der Kraftfahrer Raser, denn es dürfte nicht einen Einzigen geben, der nicht schon mindestens einmal in seinem Leben zu schnell unterwegs war. Das schließt Sie allerhöchstwahrscheinlich auch mit ein, Sie mutmaßlicher Raser, Sie! :-)

Eigenartigerweise wird ja nicht nur an Unfallschwerpunkten kontrolliert, sondern gerade auch da, wo es keine Unfälle gibt, aber damit gerechnet werden kann, dass Kraftfahrer zu schnell unterwegs sind - eben WEIL die dort geltende Beschränkung offenkundiger Unfug ist...aber das ist nur eine Verschwörungstheorie von mir und anderen... :-)

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08.12.2016 11:51 Uhr

AUCH für Kommunalparlamente gelten Gesetze, Herr Joukov!

Herr Joukov, wer nichts Unlauteres daran findet "Jemanden dazu zu bewegen, sich rechtstreu zu verhalten, [...]", der kann wohl kaum unsinniges UND teilweise RECHTSWIDRIGES Tempo 30 in Wiblingen und anderswo damit rechtfertigen wollen, dass "Sowohl die Beschränkung in Wiblingen als auch in Unterkrichberg [...] auf einstimmigen (!) Wunsch der Kommunalparlamente [erfolgte].".

Zumal ist das - wie bei GRÜNEN offenbar üblich - nur die halbe Wahrheit, denn in Unterkirchberg wollte die Gemeinde nur NACHTS Tempo 30 und nicht GANZTAGS, aber da sie das Regierungspräsidium Tübingen schon eingeschaltet hatte, wurde von DIESEM dann Tempo 30 GANZTAGS angeordnet [1], mit all den überflüssigen nachteiligen Konsequenzen. Derlei Halbwahrheiten und offenkundige Rechtsbrüche sorgen übrigens dafür, dass Menschen ein - wie Sie es gleich drastisch bezeichnen - "Feindbild haben". In Wahrheit ist es aber nur legitimer Widerstand und eine von Ihrer Meinung abweichende Meinung, die Sie mit dem Begriff "Feindbild" gleich negativ bewerten, anstatt sich über den Pluralismus und demokratische Diversität zu freuen und Toleranz ggü. anderen zu zeigen. Dem eigenen Verhalten folgt dann nur in logischer Konsquenz eine gleichartig "feindselige" Reaktion.

Zurück zur Sache: In Wiblingen (wie anderen Teilorten) war Tempo 30 teils rechtswidrig und MUSSTE deshalb zurückgenommen werden - ob es Stadträten oder den Anwohnern passt, oder nicht: auch dort gelten die Gesetze. Und das übrige Tempo 30 blieb nur unter maximaler Ausnutzung des Ermessensspielraums [2]:

"Dort jedoch, wo auch nach maximaler Ausnutzung des Ermessensspielraums die Voraussetzungen
für die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung nicht vorlagen, habe das Regierungspräsidium
den Widersprüchen stattgeben müssen."

Übrigens, seit wieder weitgehend T50 gilt, läuft es wieder viel besser, mit dem Verkehr, was sowohl aus Umwelt- wie auch Lämgesichtspunkten nur positiv ist!

Nicht so in Unterkirchberg, wo man T30 immer noch ganztags hat [3]:

"Angesichts der hohen Verkehrsdichte in den Stoßzeiten sei es kaum möglich, von der Unterweiler Straße in die Hauptstraße einzubiegen, ..."

Tja, vor T30 gab's diese Probleme nicht, sie sind hausgemacht, daher kann man sich nur an den Kopf fassen, wenn man dann sagt: "Beide Straßen seien Landesstraßen, gab Bürgermeister Anton Bertele zu bedenken. Somit sei es Aufgabe des Landes, dort Verbesserungen vorzunehmen."

Dank engagierter Bürger läuft es in Wiblingen wieder besser, und dank jenen wurde eine rechtswidrige Situation, verschuldet durch u.a. den Ulmer Stadtrat, wieder rechtskonform hergestellt. Wie sagte Tim von Winning mal: "Schließlich leben in Ulm 125 000 Verkehrsplaner, und die fünf dümmsten sitzen im Rathaus." Manchmal liegt auch viel Wahrheit im Sarkasmus.

Quellen:
[1] http://www.swp.de/1628992
[2] Drucksache 16/664 Landtag BW
[3] http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/illerkirchberg_-turnhalle-wird-erneuert-14031254.html

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05.12.2016 18:05 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Geht es um Raser oder um Geld?””

Ulm vereilt Bundesweit die meisten Strafzettel aller Städte im ruhenden Verkehr. Da geht es bestmmt auch nicht ums Geld verdienen.

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05.12.2016 17:16 Uhr

es gibt eine einfache Methode...

... um einen Strafzettel oder Anzeige zu verhindern:
Einfach die Geschwindigkeitsvorschriften einhalten. Und ja, wer schneller fährt ist eben ein Raser.
Alle die das anders sehen lügen sich nur selber in die Tasche.

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05.12.2016 15:30 Uhr

Antwort auf „Geht es um Raser oder um Geld?”

Das stimmt nicht, die Anlage wird sich nicht einmal refinanzieren. Es geht um die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner. Wie die Anlage einzustellen ist, steht im Gesetz, Gemeinden haben da keinen Einfluss.

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05.12.2016 15:29 Uhr

Antwort auf „schärfer gegen Raser vorgehen”

Sowohl die Beschränkung in Wiblingen als auch in Unterkrichberg erfolgte auf einstimmigen (!) Wunsch der Kommunalparlamente. Aber schön, dass Sie Ihr Feindbild haben.

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05.12.2016 14:46 Uhr

Schlimm wäre es wenn die Abgaswolke das Ziel dahinter ist.

"quält sich der Feierabendverkehr in einer Abgaswolke durch das Dorf. "
Schlimm wäre es wenn die Abgaswolke das Ziel dahinter ist.

Und wie ist es erst in den Häuserschluchten der Karlsstr./König-Wilhelm-Str. usw.
Die Raser hält Tempo 30 nicht ab, die wickeln sich auch so um Laternenmasten, landen aufm Dach oder
fahren auch mal einen Radfahrer um.

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05.12.2016 13:08 Uhr

Geht es um Raser oder um Geld?

Jemand, der 10-15 Kmh zu schnell fährt, ist bestimmt kein Raser. Aber bestimmt der Personenkreis, der den Großtel der Radaranlage finanzieren wird. Sollte es wirklich um Raser gehen, müssten diese Radaranlagen wesentlich großzügiger engestellt werden.Aber darum geht es nicht wirklich, es geht ums Geld verdienen.

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05.12.2016 12:06 Uhr

schärfer gegen Raser vorgehen

im Prinzip eine richtige Maßnahme
doch was in Baden-Württemberg die Grünen daraus machen
ist zum Teil lächerlich, wie Tempo 30 in Wiblingen, wo es vor allem Morgens wenn am Kreisel am Pranger zu langen Staus kommt und wenn dann noch der Stadtbus mit Schülern kommt ist aus Lärmschutz und Umweltschutz das Gegenteil geworden.
Oder fahren Sie doch durch Unterkirchberg. Tempo 30 im Wohn-Gewerbemischgebiet, da quält sich der Feierabendverkehr in einer Abgaswolke durch das Dorf.

Es gibt viele Möglichkeiten die Raser und Drängler zu stoppen, aber laßt doch bitte den Verkehr fließen, das gibt weniger Abgase, Feinstaub und Lärm

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