Rapper Kontra K : An die Spitze der Charts und ins Ulmer Zelt

Mit den Stücken seines erfolgreichen vierten Albums „Labyrinth“ und bewährten Songs kommt der Berliner Rapper Kontra K ins ausverkaufte Ulmer Zelt.

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Kommt am Samstag ins ausverkaufte Ulmer Zelt: Kontra K.  Foto: 

Sie haben vor kurzem Altmeister Udo Lindenberg mit Ihrem Album „Labyrinth“ von der Nummer 1 der Album-Charts geschubst.
KONTRA K: Und das fühlt sich gut an. Aber ich bin immer noch der Alte. Ich hebe nicht ab.

Vor Ihrer Tournee zum Album darf man Sie nun bereits im Ulmer Zelt live erleben. Fast so etwas wie ein verspätetes Release-Konzert. Was dürfen Ihre Fans erwarten?
KONTRA K: Das wird auf alle Fälle eine Show sein, die so ähnlich ist wie die im Herbst. Natürlich mit sehr vielen neuen Songs. Und in einem Zelt aufzutreten ist ja immer besonders und macht immer Spaß.

Wieso haben Sie Ihr neues Album „Labyrinth“ genannt?
KONTRA K: In erster Linie meine ich damit die Wirren in meinem Kopf und meine bipolare  Ader, die ganze Schizophrenie.

Dies ist Ihr viertes Album. Wächst da der eigene Anspruch?
KONTRA K: Beim Texten verändern sich die Themen mit dem Alter, aber musikalisch hat sich einiges getan. Da habe ich auch noch Luft nach oben. Ich sehe mich nicht nur als Rapper, sondern auch als Musiker. Ich lote alle Grenzen aus, probiere zu singen. Das ist wie beim Boxen. Du musst einfach immer ein bisschen besser werden.

Auf „Labyrinth“ sind sage und schreibe 18 Stücke. Musste da was raus aus Ihnen?
KONTRA K: Ich möchte dem Hörer für seine 15 Euro etwas geben und habe eben viel Output. In der Album-Produktionsphase sind das so an die 40 Songs. Warum soll ich das den Leuten verwehren. Mich nutzt es nicht ab, und es tut mir nicht weh, meinen Hörern etwas mehr zu geben. Ich probiere immer wieder Neues, will mich neu erfinden. Es muss weitergehen. Nach der Tournee werde ich wieder im Studio sein. Ich schreibe auch schon wieder an neuen Songs.

Früher waren Sie der Brutalo-Texter mit Straßen-Image. Mit „Bis hier her“ machen Sie sich auch Gedanken über unsere hirnlose Wohlstandsgesellschaft. Glauben Sie, die Fans der ersten Stunden können Ihnen da folgen?
KONTRA K: Es wird immer die Fans geben, die nur den einen Song hören wollen, aber die kennen einen gar nicht. Ich spreche ja nur an, was jeder sehen kann. Was willst du machen, wenn dir einer einfach mal die Wahrheit erzählt. Das verpufft bei mir wie ein Tropfen auf der Herdplatte, wenn einer nur meine alten Songs hören möchte.

Auf der Bühne sind Sie auch oben. Was ist da denn der entscheidende Moment?
KONTRA K: Auf der Bühne, das ist reine Magie. Da bekommst du all das zurück, was du mit deiner Musik gemacht hast. Das sind die schönsten Momente. Jeder Text, der von den Fans mitgesungen wird, ist ein Energie-Pluspunkt.

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