Qualität der Betreuung stimmt, Kita-Gebühren nicht

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„Stadt Ulm ist viel zu teuer. Ein paar Kilometer weiter zahlt man nur noch 230 Euro für einen Ganztagesplatz. Schade, dass man in Ulm wohnt.“

Das ist ein Kommentar von der Webseite des Gesamtelternbeirats (GEB) Kita und Schülerhorte. Der hatte im Sommer Eltern befragt, wie zufrieden sie mit den Einrichtungen sind. Dabei kam heraus: Am meisten, über 40 Prozent, sind Eltern mit den Gebühren unzufrieden. Der GEB Kita hatte kürzlich die Ergebnisse im Bürgerhaus am Eselsberg präsentiert. Rund 50 Eltern, überwiegend Mütter, wollten diskutieren. An der Umfrage hatten sich Eltern von 1579 Kindern beteiligt, das sind 30 Prozent. „Damit brauchen wir uns nicht zu verstecken“, sagte Thomas Kammer, der Vorsitzende des GEB Kita.

„Eltern ziehen aus Ulm weg, wenn sie mehrere Kinder wollen“, sagte eine Mutter. Kammer, der die Ergebnisse der Umfrage am Dienstag einer Lenkungsgruppe aus Stadtverwaltung und  Trägern der Einrichtungen vorgestellt hatte, würde es als „tolles Signal“ sehen, wenn die Stadt sich zu dieser Haltung durchringen könnte. „In Ulm ist schon das Wohnen teuer. Da kommen wir euch mit den Gebühren entgegen.“ Die Stadt habe nichts derartiges signalisiert.

Mit der Qualität der Betreuung sind Eltern zufrieden, auch mit dem pädagogischen Konzept und der Förderung der Kinder. Nicht zufrieden sind Eltern mit der Vertretung bei erkrankten Erziehern. Die gibt es nicht. Kammer: „Das Problem ist allen Trägern klar, es gibt keine Lösung.“ Zumal ohnehin Erzieherinnen fehlen.

Kammer sagte in einem Ausblick, dass sich der GEB verstärkt für verschiedene Dinge einsetzen will. Unter anderem für „ein vernünftiges Gebührensystem“ und „bessere Vertretung im Krankheitsfall“. ate

Gebühren Sie sind vom Einkommen der Eltern, wie lange die Kinder in einer Einrichtung betreut werden, wie alt sie sind abhängig. Den Höchstbetrag zahlen Familien, deren monatliches Nettoeinkommen 5520 Euro oder mehr beträgt. Dann werden bei einem ganztags betreuten Kind 8,55 Prozent des Einkommens fällig. Bei einem Kind sind das 454 Euro. Günther Scheffold, städtischer Abteilungsleiter Kinderbetreuung spricht vom einem „ausgeglichenen Sozialsystem“. Lobby-Card-Inhaber oder Familien mit vier Kindern zahlen nichts.

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Kommentare

25.11.2016 13:03 Uhr

endlich Schluss machen mit dem Kindergeld

und das Geld sinnvoll für die Kinder einsetzten: kostenlose Betreuung, kostenloses Essen, kostenlose Lehrmittel - und das bis zum Ende der Schulzeit.
Deutschland gibt in Europa am meisten Geld für Kinder aus und was bringt es? Vom Kindergeld finanzierte Grossfamilien - ist das der Sinn des Kindergeldes?
Weg damit!

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