Projekt Sedelhöfe wackelt

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Das große Ulmer Einzelhandelsprojekt Sedelhöfe, durch das östlich des Hauptbahnhofs und parallel zur Fußgängerzone 17.000 Quadratmeter Verkaufsflächen geschaffen werden sollen, wackelt - jedenfalls kommt es auf den Prüfstand. Hintergrund ist ein Wechsel im Vorstand der niederländischen Rabo Real Estate Group, hinter der die Rabo-Volksbank steht. Rabo Real Estate ziehe sich aus dem Projektentwicklungsgeschäft zurück, hat die neue Vorstandschefin Francoise Dechesne angekündigt. Die Tochterfirma  MAB Development, die den Zuschlag zur Realisierung des Ulmer Projekts erhalten hat, soll sukzessive abgewickelt werden, berichten niederländische Medien. Das Ulmer Rathaus ist darüber informiert worden, dass die MAB neue Projekte nicht mehr starte, laufende Entwicklungen aber zu Ende führe.

Oberbürgermeister Ivo Gönner und die Bürgermeister Gunter Czisch (Finanzen) und  Alexander Wetzig (Bau) gehen davon aus, dass Rabo die Sedelhöfe als laufendes Vorhaben einschätzt, das deshalb durchgezogen wird. Endgültige Klärung durch den deutschen MAB-Chef Michael Flesch erwartet das Rathaus in den kommenden 14 Tagen, sagte Gönner auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Was ein Ausstieg der MAB für den Fall, dass gebaut wird, bedeuten würde, ist vollkommen offen. Die MAB, die 2012 nach europaweiter Ausschreibung den Zuschlag für das 130-Millionen-Euro-Projekt erhalten hatte, tritt  bei den Sedelhöfen nicht nur als Bauherr auf, sondern auch als Vermarkter und Betreiber. Rabo begründet die Entscheidung für den Rückzug aus dem Projektentwicklungsgeschäft mit Markttendenzen und künftigen Erwartungen. MAB Development gilt als ist einer der größten europäischen Projektentwickler.
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Kommentare

23.05.2013 16:22 Uhr

Antwort auf „Wenn das in die Hose geht,”

Richtig. Das Parkhaus Sedelhof wurde ja voreilig abgerissen. Da wären neue Parkplätze angemessen. MC Donald könnte auch bleiben wo er ist.

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23.05.2013 15:43 Uhr

Ulm21

So kriegt halt jede Stadt ihre Murksbaustelle. Weil man ja immer schönerer, exklusivere Einkaufszentren haben will.

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23.05.2013 15:07 Uhr

Wenn das in die Hose geht,

braucht sich der Handel in der Hirschstraße keine Gedanken mehr zu machen, wie der Zugang zur City erfolgen soll. Am besten die Abbruchflächen planieren und Parkplätze einrichten.

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