Preziosen und 250 Drucke fürs Ulmer Museum

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Hat das Ulmer Museum beschenkt: Kurt Kneer. Foto: Sarah Bosch

Der Ulmer Künstler Kurt Kneer hat dem Ulmer Museum zwei Kunstobjekte regionaler Herkunft aus seiner Sammlung sowie über 250 eigene grafische Blätter gestiftet.

Das erste Objekt ist eine sehr gut erhaltene spätgotische Bischofsfigur. Sie misst einen Meter in der Höhe, besteht aus Laubholz mit farbiger Fassung und entstand um 1500 im Ostalbkreis.

Das zweite Objekt ist ein farbig gefasstes Wismuth-Kästchen, das aus dem 16. oder 17. Jahrhundert datiert. Es stammt ursprünglich aus dem Besitz einer Ulmer Familie und wurde in Ulm oder in der Umgebung gefertigt. Die so genannte Kofferform mit gewölbtem Deckel ist nicht nur besonders schön, sondern auch selten. Kurt Kneer bekam das stark beschädigte Kunstobjekt von einer Bekannten geschenkt, die nichts damit anzufangen wusste. In mühevoller Kleinarbeit stellte Kneer das kostbare Stück wieder her, schließlich war Kneer in seinem Brotberuf einmal Restaurator. Wismuth-Kästchen waren im 16. und 17. Jahrhundert in Süddeutschland sehr verbreitet. Sie wurden zur Verlobung oder Hochzeit verschenkt und dienten der Aufbewahrung von Schmuck oder kleiner Andenken an den Liebsten.

Außerdem vermachte Kneer dem Museum mehr als 250 Drucke mit 25 verschiedenen Motiven. Es existieren jeweils etwa 10 Drucke pro Motiv, von Kurt Kneer handsigniert. Im Mittelpunkt steht wie bei den meisten Arbeiten von Kurt Kneer die menschliche Figur. Ab sofort sind sie für 10 Euro pro Exemplar im Shop des Ulmer Museums erhältlich. Öffnungszeiten Di-So 11-17 Uhr, Do bis 20 Uhr.

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