Premiere in Neu-Ulm: 50 Spiel-Stationen für Kleine und auch Große

„Neu-Ulm spielt“, und das an dutzenden Stationen: Vereine und Geschäfte haben Kindern und auch Erwachsenen kurzweilige Stunden bereitet. Trotz Regenguss und ein paar Lücken eine gelungene Premiere.

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Mit aller Kraft und höchster Konzentration hält die kleine Julia den Lösch-Schlauch auf das brennende Haus. In zwei Fensteröffnungen lodern Flammen, aus einer dritten quillt Rauch. Wenn der Wasserstrahl hart genug sein Ziel trifft, geht das Feuer aus: Wie ein geöffneter Fensterflügel klappen die aufgemalten Flammen nach hinten, kein Feuer ist mehr zu sehen. Doch so sehr sich Julia auch anstrengt, es ist gar nicht so leicht, aus fünf, sechs Metern das kleine Fensterchen zu treffen. Wie gut, dass die Jugendfeuerwehr Neu-Ulm mit genügend Personal im Einsatz ist. Robert rennt hinter das brennende Haus und klappt schnell die „Flammen“ nach hinten. Julia hat ihr Erfolgserlebnis, und Robert hat etliche Spritzer Löschwasser abbekommen.

Die Löschübung ist nur eine von dutzenden Stationen, die am Samstag zwischen dem Neu-Ulmer Rathausplatz und dem Heiner-Metzger-Platz aufgebaut sind. Die Stadtverwaltung und der Verein „Wir in Neu-Ulm“ (WIN) haben zum ersten Mal „Neu-Ulm spielt“ organisiert, und rund 50 Vereine, Geschäfte und Einrichtungen wie Lebenshilfe, Kindermuseum, Technisches Hilfswerk, Polizei und etliche mehr haben sich mit Aktionen beteiligt.

Es gibt Stationen, die einfach Spaß machen wie die Hüpfburg, das Dosenwerfen oder der XXL-Kicker. Aber auch welche, die Geschicklichkeit erfordern wie das Melken eines Gummi-Euters oder das Balancieren auf hölzernen Stelzen. Das ist auch etwas, das den Großen Spaß macht. Auch beim Torwandschießen testen nicht nur Nachwuchskicker ihre Treffsicherheit.

Dass nicht ganz so viel los ist, wie es der Spiele-Tag verdient gehabt hätte, lag am Regenguss, der mittags auf die Innenstadt niederging. An den Bierbänken auf dem Rathausplatz blieben die Besucher dank abschirmender Überdachung aber trocken. Ein paar Geschäfte oder Vereine hatten da offenbar schon zusammengepackt, jedenfalls blieben auf der Spiele-Meile in der Ludwigstraße ein paar Lücken.

Die Mitglieder des Kegelvereins Neu-Ulm ließen sich von den ersten Tropfen nicht verscheuchen. Unermüdlich trockneten sie ihre Bahn, damit die Kinder kegeln konnten – auch wenn mancher eher zum Kugelstoßen neigte. Und dann kam ja schon wieder die Sonne raus.

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