Praktikantin aus New Ulm: Für immer nach Deutschland?

Michelle Malecha stammt aus den USA. Zur Zeit ist sie Praktikantin an einem Ulmer Gymnasium. Weil Deutschland für sie schon immer etwas Besonderes war, überlegt sie, für immer hierher zu kommen.

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  • Michelle "Ela" Malecha (Mitte) mit ihrer derzeitigen Gastfamilie. Das sind Felicitas (von links), Hanno, Elisabeth und Jörg Munzig. Und natürlich Hund Pantine . . . 1/2
    Michelle "Ela" Malecha (Mitte) mit ihrer derzeitigen Gastfamilie. Das sind Felicitas (von links), Hanno, Elisabeth und Jörg Munzig. Und natürlich Hund Pantine . . .
  • . . . und (vorne) mit ihren Kollegen im Scholl-Gymnasium. Fotos: Elena Kretschmer 2/2
    . . . und (vorne) mit ihren Kollegen im Scholl-Gymnasium. Fotos: Elena Kretschmer
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"Goodbye America" hieß es im Spätsommer für Michelle Malecha. Sie verließ ihr Heimatland, um am Hans-Joohs-Berufsaustausch teilzunehmen. Der bietet jungen Menschen aus den Partnerstädten Ulm und New Ulm im US-Bundesstaat Minnesota jedes Jahr die Möglichkeit, das Berufsleben im Gastland kennenzulernen.

Seit Ende August ist Michelle, die alle nur Ela nennen, nun zu Gast in Ulm. "Ich mache ein Praktikum am Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasium. Das ist eine zweisprachige Schule", erzählt die 22-Jährige mit leichtem Akzent. Dort darf sie als Aushilfslehrerin einspringen, wenn US-Themen auf dem Stundenplan stehen, die Unterstufe das Alphabet lernt oder die Oberstufe Konversation üben muss. Privat ist sie bei Gastfamilien der örtlichen Rotary und Lions Clubs untergebracht.

Bereits mit 13 Jahren begann Michelle, die böhmische Wurzeln hat, Deutsch zu lernen. "In der High School haben meine Freunde und ich es als Geheimsprache benutzt, die andere nicht verstehen", sagt sie und schmunzelt. Als 15-Jährige kam Ela durch eine High-School-Studienreise dann zum ersten Mal nach Deutschland und war überrascht: "Ich wusste nicht, dass es so viele Dialekte gibt. Ich dachte, alle sprechen hochdeutsch." Während sie - fasziniert von Deutschland - Germanistik und Geschichte mit Schwerpunkt Europa an der Minnesota State University studierte, verbrachte sie schließlich noch ein Auslandsjahr an der Uni Erlangen-Nürnberg. "Im Süden von Deutschland gefällt es mir am besten", schwärmt sie.

Und Ela schmiedet neue Pläne: "Gerade suche ich einen Job. Ich will gerne für immer nach Deutschland kommen", sagt sie. Am liebsten in einer internationalen Position und schon im Januar 2014. Das tägliche Leben hier gefalle ihr einfach besser. "Es ist nicht so stressig, man bekommt günstige gesunde Lebensmittel und braucht nicht immer ein Auto, um rauszukommen", weiß die 22-Jährige, die aus dem 886-Einwohner-Dorf Hendersen bei New Ulm stammt. Bis zu ihrer Abreise wolle sie ihre Zeit hier noch genießen und ihren Hobbys nachgehen. Dann heißt es im Dezember "Goobye Germany" - vorerst.

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