Prämierung für Parkbühne in Senden

„Architektur kann in der Landschaft stattfinden.“ Das sagt die Jury des Thomaswechspreises zur Sendener Parkbühne. Die hat jetzt vom Bund der schwäbischen Architekten eine Prämierung erhalten.

|
Prämierte Architektur: die Parkbühne Senden, 10 Meter breit, 15 Meter lang, 5,50 Meter hoch. Auf den Sitzreihen finden 300 Besucher Platz.  Foto: 
„Einseitig geschlossen oder auch beidseitig einsehbar ist sie ein Forum der Künste.“ So beurteilt die Jury des vom Bund der Architekten verliehenen Thomaswechspreises das 2013 eröffnete Bauwerk im Sendener Stadtpark. Die Parkbühne ist heuer eine von neun prämierten Projekten in Schwaben. Die Prämierung ist die zweithöchste Kategorie, in der die Auszeichnung verliehen wird. Darüber stehen die Preisträger. Darunter sind zwei Wohnhäuser der städtischen Nuwog in Neu-Ulm.

Die Sendener Parkbühne ist ein in Nord-Süd-Richtung offener Kubus aus einem mit Blattmustern verziertem und grün eingefärbtem Beton. „Mini-Bregenz“ hatte Architekt Marcus Wörtz einmal dazu gesagt, unter Verweis auf den hinter der Bühne leicht angestauten Landgraben, einem kleinen Fluss. Wörtz am Mittwoch stellvertretend für das Büro Braunger & Wörtz: „Die Auszeichnung hat uns gefreut.“ Die Jury habe die Vision honoriert, die freie Landschaft mit der grün eingefärbten und der Pappelblättertextur belegten Bühne „schlicht-reduziert zu bespielen“. Die Bühne biete einen „Mehrwert für Veranstaltungen“, da sie sich flexibel nutzen lasse: einseitig geschlossen oder beidseitig einsehbar. „In der veranstaltungsfreien Zeit geöffnet, lädt sie ein zum stillen Verweilen am direkt vorbeifließenden Bach“, sagt Wörtz.

Die Einschätzung der Jury des Thomaswechspreises hört sich ähnlich an. Dort wird die Parkbühne als „Landschafts-Rahmen“ bezeichnet, der sich dank seiner grünen Farbe gut einfüge. „Der Blick fliegt durch den Betonrahmen hindurch in die weite Wiesenaue.“ Der Thomaswechspreis gilt als eine anerkannte und etablierte Auszeichnung für Bauten in Schwaben, als wichtiger Indikator zeitgenössischer Architektur in der Region.

Nach der Preisverleihung, die am vergangenen Freitag – und laut Wörtz unter besonderer Nennung der Parkbühne – stattgefunden hat, wird nun eine Wanderausstellung mit allen Arbeiten gezeigt. Mit dabei sind auch die weiteren 67 eingereichten Werke. Darunter das Einfamilienhaus von Architekt Frank Jüttner in Oberelchingen. Sowie die Modernisierung des Gebäudes Reuttier Straße 35 in Neu-Ulm – ebenfalls vom Büro Braunger & Wörtz.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mieter entsetzt über Kahlschlag in grüner Oase

Mieter einer Villa am Michelsberg sind entsetzt über den Kahlschlag ihrer Grünflächen, die eine Oase für Pflanzen und Tiere gewesen sein soll. Die Ulmer Wohnbaugenossenschaft UWS hat die Maßnahmen angeordnet. weiter lesen