Pflegestützpunkt: Wir haben viel zu tun

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600 Beratungen haben die beiden Beraterinnen des Pflegestützpunktes der Stadt Ulm im Jahr 2015 vorgenommen. Das sind doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Diese Zahlen nannte Constanze Schulz-Blazevic, eine der beiden Beraterinnen, die in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses Bildung und Soziales des Gemeinderates über den Pflegestützpunkt berichtete.  Sie sieht den Schwerpunkt ihrer Arbeit vor allem in der Information darüber wie es beispielsweise für jemanden weitergehen kann, der aus dem  Krankenhaus entlassen wird, pflegebedürftig ist, aber weiterhin zu Hause wohnen will. Kontakte zum Pflegestützpunkt stellen übrigens oft Angehörige her. Den Grund für die hohe Nachfrage sieht Schulz-Blazevic darin, dass der Pflegestützpunkt immer bekannter wird und dass dort neutral und trägerunabhängig informiert wird.

„Wir haben viel zu tun“, beschrieb es auch Claudius Faul, Teamleiter in der Altenhilfeplanung der Stadt.  Der „unerfreuliche Teil“ des Berichts (Faul) handelte von der Finanzierung. Denn die Landespflegekasse, die Krankenkassen und die Stadt Ulm teilen sich die Kosten. Bisher waren für 1,1 Stellen 84 000 Euro vorgesehen. Im November 2015 hat die Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkt Baden-Württemberg jedoch „die Anforderungen konkretisiert“. Das heißt: Das Geld soll jetzt für 1,5 Stellen reichen. Laut Faul bleibt der Status Quo des Ulmer Pflegestützpunktes vorerst unangetastet, zum Jahresende sollen wieder neue „Qualitätskriterien“ bekannt gegeben werden. Faul: „Bis dahin warten wir ab.“  Der Pflegestützpunkt will dann einen  Antrag zum Stellenausbau einreichen.

Mehr Stellen müssen her. Das sieht die CDU-Fraktion im Ulmer Gemeinderat genauso. Die Stadträte Karin Graf, Barbara Münch und Hans-Walter Roth haben  das in einem offenen Antrag an Oberbürgermeister Gunter Czisch so formuliert.  Als unbefriedigend sehen sie die Situation, dass im Ulmer Pflegestützpunkt gerade am Wochenende niemand zu erreichen ist.

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