Organist Hanzo Kim: Abschied von Ulm

Nach 15 Monaten nimmt Hanzo Kim, der an Universitäten in Seoul (Südkorea) und Heidelberg ausgebildete Organist Abschied von Ulm.

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Hanzo Kim ist dankbar für die Zeit in Ulm. Morgen spielt er nochmal im Münster Orgel.  Foto: 

Hanzo Kim ist auf dem Sprung. Nach 15 Monaten nimmt der an Universitäten in Seoul (Südkorea) und Heidelberg ausgebildete Organist, der in Tübingen noch ein Kompaktstudium in Kirchenmusik draufgesattelt hatte, Abschied - von der Stadt an der Donau mit dem welthöchsten Kirchturm, den netten Menschen, der großen Walcker-Orgel im Münster und der neu angeschafften kleineren Truhenorgel in der Neithartkapelle. Dass er die im April zur Einweihung spielen durfte, werde ihm besonders in Erinnerung bleiben, sagt der 38-Jährige.

Das nach dem Studium vorgeschriebene einjährige Kirchenmusik-Praktikum, zu dem er nach Ulm gekommen war, hatte er Anfang Oktober abgeschlossen. Dank der Musikstiftung konnte er im Anschluss daran noch weitere drei Monate als Assistent des Kantors hier arbeiten.

Münsterkantor Friedemann Wieland habe ihm viel Vertrauen entgegengebracht - in musikalischer wie menschlicher Hinsicht. So übergab er ihm etwa die Verantwortung für eine Auslandsreise des Oratorienchors Ende Mai. Die 50 Sänger gaben unter seiner Leitung zwei Konzerte in Ungarn. "Das war mein Highlight in den vergangenen Jahren", sagt Kim dankbar. "Da war alles perfekt." Zudem genoss er das morgendliche Üben im Münster.

Am Sonntag nun wurde er im Gottesdienst verabschiedet. An Silvester bedient er im Münster ein letztes Mal die Manuale. Am 2. Januar tritt er eine neue einjährige Assistentenstelle an - an der Stuttgarter Stiftskirche.Info Morgen, 23 Uhr, ist Hanzo Kim letztmals beim Jahresschlussgottesdienst im Münster zu hören.

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