Orange Campus: Rüffel für die Basketballer

Vertreter von vier Fraktionen des Ulmer Gemeinderates haben die Basketballer der BBU’01 aufgefordert, die für eine Entscheidung relevanten Fakten nachzuliefern.

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Ein Modell des Orange Campus  Foto: 

Auch die Nachspielzeit der Debatte um den Orange Campus wird begleitet von kleineren Aufgeregtheiten und sportlichen Ermahnungen. Nach der dreistündigen Debatte hinter verschlossenen Türen, bei der der Ulmer Gemeinderat mehrheitlich die Entscheidung über eine Förderung des 23-Millionen-Projektes vertagt hatte, melden sich nun führende Vertreter von CDU, FWG, FDP und Grünen zu Wort. Sie empfehlen den Verantwortlichen der Basketballer wörtlich, sich „auf die Erfüllung der gestellten Bedingungen zu konzentrieren und die offenen Fragen nicht in Abrede zu stellen“. Die SPD hatte als einzige Fraktion im Vorfeld der Debatte bereits ihre Zustimmung zum Orange Campus signalisiert, in der Sitzung dann eine „zweite Lesung“ gefordert.

CDU-Fraktionschef Thomas Kienle, der die aktuelle Stellungnahme mit unterzeichnet hat, warnt: „Eine Legendenbildung ist der Sache nicht förderlich.“ Und sein Kollege von den Grünen, Michael Joukov, bezieht seine Kritik auf die Aussagen der Basketballer auf ihrer Homepage und in den sozialen Medien, die Mehrzahl der gestellten Bedingungen sei erfüllt. „Dort heißt es, dass Unterlagen nachgereicht werden“, so Joukov. „Altmodisch interpretiert heißt das, die Bedingungen sind noch nicht erfüllt.“

Inhalt verstanden

„Wir verstehen und begrüßen den Inhalt der Stellungnahme und freuen uns auf die folgenden Gespräche.“ Mit diesem knappen Statement reagierte Andreas Oettel, bei den Basketballern zuständig für die Finanzierung des Projektes, auf den Rüffel des politischen Quartetts. Dort heißt es auch: „Die Aufgabe der Verwaltung war und ist, die für die Entscheidung relevanten Fakten aufzubereiten. Die Entscheidung liegt alleine beim Gemeinderat, der sich teils nichtöffentlich und unter Einbeziehung der Verantwortlichen von BBU ausführlich mit dem Thema befasst hat.“

Neue Arbeitsgruppe

Auf SWP-Nachfrage kommentierte OB Gunter Czisch am Freitagabend das Positionspapier: „Wir haben uns verabredet, eine Arbeitsgruppe mit den Fraktionen einzusetzen, um in den nächsten Wochen den Prozess sachgerecht verantwortungsvoll, sorgsam und gemeinsam zu begleiten. In den letzten Wochen gab es zu viele Irritationen die eine sachgerechte Entscheidung erschweren.“ Und zu den nächsten Schritten: „Wer die Entscheidung trifft, bestimmt das Verfahren.

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