Ökumene-Preis für Caritas und Diakonie

Vorbildliche gemeinsame Arbeit: Caritas und Diakonie haben den Ökumenepreis der "Unità Dei Cristiani - Einheit der Christen" bekommen.

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Strahlende Gesichter bei der Verleihung des Ökumenepreis (v.li.): Laudator Prof. Alfred Katz, Alexandra Stork von der Caritas, Otto Frey vom Diakonieverband und Max Semler, Präsident des Fördervereins Unità Dei Cristiani.  Foto: 

Ob beim Einkaufen helfen, bei der Kinderbetreuung oder im Altenheim: Die Einsatzmöglichkeiten für Ehrenamtliche sind vielfältig. Helfen kann man lernen, das jedenfalls ist der Grundgedanke des Sozialführerscheins, ein gemeinsames Projekt der Caritas Ulm und des evangelischen Diakonieverbands für Ulm und den Alb-Donau-Kreis. Er hilft bei den Fragen, wie und wo man sich im Sozialen engagieren kann. Ein Konzept, das in vielen Regionen Nachahmer gefunden hat. "Der Sozialführerschein zeigt auch eine vorbildliche Zusammenarbeit im Geist der Einheit der Christen auf", sagte Max Semler, Präsident des Fördervereins Unità Dei Cristiani.

Der vor 13 Jahren gegründete Verein verleiht seit 2006 im zweijährigen Turnus den Ökumenepreis für besondere Verdienste der konfessionsübergreifenden Zusammenarbeit. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging dieses Jahr an die zwei Ulmer Verbände. "Das ist unser biblischer Auftrag zur Nächstenliebe", sagte Pfarrer Otto Frey. Der Geschäftsführer des Evangelischen Diakonieverbands für Ulm und den Alb-Donau-Kreis fühlt sich aus diesem Gedanken heraus zur Zusammenarbeit mit dem katholischen Caritasverband verpflichtet. "Die Not der Menschen fragt ja nicht nach Konfessionen."

Die Geschichte der gemeinsamen Arbeit begann vor 15 Jahren, als aus finanziellen Gründen die Suchtberatungsstellen der beiden Verbände zusammen gelegt wurden. "Wir sind froh um jeden, der sich solidarisch zeigt mit Notleidenden", sagte auch Alexandra Stork, Regionalleiterin der Caritas Ulm. Allerdings sei sie selber ja erst seit Dezember in Ulm. Maßgeblich verantwortlich für die gute Arbeit sei ihr Vorgänger Wolfgang Pohl.

"Menschen in der Not zu helfen, ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Menschenwürde und des christlichen Glaubens und zwar unabhängig davon, welcher Kirche wir angehören", sagte der Vizepräsident der Unita, Prof. Alfred Katz in seiner Laudatio. "Allein unter diesem Gesichtspunkt hätten Caritas und Diakonie eigentlich schon den Preis mehr als verdient." Sein Vorschlag, den fünften Ökumenepreis an die beiden Ulmer Verbände zu vergeben, wurde vom Präsidium einstimmig beschlossen. "Wir werden die Wertschätzung, die wir mit diesem Preis erhalten haben, an all die Ehrenamtlichen weitergeben, denen sie eigentlich gebührt", sagte Stork.

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