OB Gönner: Ein Jahr der Erinnerung

Erste Amtshandlung im neuen Jahr: Die beiden Oberbürgermeister stimmen die Ulmer und Neu-Ulmer beim gemeinsamen Empfang der Städte auf 2014 ein. Gleich fünf historische Jahrestage stehen an.

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Für viele Amts- und Würdenträger ist der Neujahrsempfang der Städte der erste Termin im neuen Jahr, für viele Bürger ebenso. Er ist Symbol der Gemeinsamkeit, zum 29. Mal und diesmal im Ulmer Rathaus. Wenn gegen halb elf die ersten Gäste eintreffen, haben andere schon etliche Stunden Arbeit hinter sich. Das Team um Stadthaus-Café-Gastronom Christian Becker, diesmal fürs Catering zuständig, hat schon um 4 Uhr mit den Vorbereitungen begonnen. Die Musiker um Trompeter Dieter Kraus sorgten dann mit schwungvollen Tönen dafür, "dass das letzte Schlafkorn aus den Augen getrieben wurde", wie es Hausherr Ivo Gönner ausdrückte.

2014 werde sich vieles fortsetzen, was 2013 oder früher begonnen wurde, sagte er. Zum Beispiel wird das erweiterte Berufsschulzentrum eröffnet, die Wissenschaftsstadt weiterentwickelt, die neue Straßenbahnlinie gebaut, fallen "die abschließenden Entscheidungen" für die Sedelhöfe. Vor allem werde 2014 aber ein Jahr der Erinnerung: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite, vor 70 Jahren wurde Ulm im Bombenhagel zerstört, vor 65 Jahren die Bundesrepublik gegründet, vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer.

Sich an diese Ereignisse zu erinnern bedeute, sich bewusst zu machen, was für ein bitterer Weg es bis zur Demokratie und zur heutigen Gesellschaftsform war, sagte der OB. "Wir müssen achtsam und sorgfältig mit der Demokratie umgehen, uns für sie einsetzen und für sie streiten. Machen wir das nicht, verschwindet sie langsam." Die Folgen wären Sehnsucht nach starken Führern und "verqueres nationalistisches Gedankengut". Auch gelte es, die Europawahlen im Mai ernst zu nehmen. "Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass die Völker, die gegeneinander Krieg führen, einmal in einer Gemeinschaft leben würden?"

Ulm/Neu-Ulm sind über die Donau fest verbunden mit Europa und "Kern einer zentraleuropäischen Verbindungsachse zwischen Ost und West", sagte der Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg. Er ging auf die enorme Entwicklung der Stadt ein ("Neu-Ulm bricht auf"), das größte Gut seien aber nicht Neubauten und Infrastruktur, sondern "die Menschen, die hier leben, arbeiten und unternehmen".

Wie das so ist mit dem Bauen und Sanieren

Kommentar: Nicht bloß erinnern

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