OB Gönner kritisiert Nokia

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Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner.
In Ulm sei die gesamte Handy-Forschung konzentriert. „Wer am Markt punkten will muss neue Produkte entwickeln.“ Der Standort für Forschung und Entwicklung mit zuletzt 730 Mitarbeitern soll nach Angaben des kriselnden Unternehmens aus Finnland Ende September 2012 schließen.

Gönner sagte, Nokia sei seit fast 18 Jahren in Ulm vertreten. Das Unternehmen betreibe eine „etwas sprunghafte Geschäftspolitik“. Vor Jahren sei die Produktion von Bochum nach Rumänien verlagert, später der rumänische Standort geschlossen worden. „Dann wurde erklärt, dass die Forschung in Ulm konzentriert werden soll.“ Vor kurzem sei noch über Ausbaupläne gesprochen worden. Das passe alles nicht zusammen.

Die geplante Schließung des Standortes nannte Gönner eine „weitere schlechte Nachricht“ für Ulm. Er verwies in dem Zusammenhang unter anderem auf den geplanten Stellenabbau beim Lastwagenhersteller Iveco oder auch bei der Daimler-Tochter Evobus.
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Kommentare

15.06.2012 22:24 Uhr

Wofür hat Ulm noch Geld?

Angesichts des hohen Stellenabbaues (IVECO, Nokia, Evobus, Schlecker...) und den damit verbundenen hohen Kosten durch Sozialausgaben und Steuerverlusten sollte Herr OB Gönner auch mal kommentieren, ob er weiterhin den Bau eines Pumpspeicherwerkes im Blautal mit mindestens 75 Millionen Euro der stadteigenen SWU GmbH für eine tolle Idee hält. Dieser Landschaftszerstörer ist nicht notwendig und wird leider auch wirtschaftlich absehbar ein Desaster.
Gleiche Überlegungen sind auch beim Gas-und Dampfturbinenkraftwerk in Leipheim notwendig. Alle Fachleute und auch die meisten Politiker haben inzwischen erkannt, dass solche Kraftwerke nicht mehr wirtschaftlich zu bauen und zu betreiben sind (außer natürlich mit neuen Milliarden-Subventionen).

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15.06.2012 00:31 Uhr

Der Herr Gönner

Herr Gönner sollte dringend ein paar bezahlte Demonstranten vor die Konzernzentralen schicken!

Und sich weniger um fremde Bahnhöfe und mehr um seine Stadt kümmern!

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