NUWOG stellt Geschäftsbericht vor: Mehr Wohnraum in der Stadt

Die Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm hat neben ihrem Geschäftsbericht für 2016 auch viele neue Projekte vorgestellt.

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Wohnraum, beziehungsweise der Mangel daran, ist ein Thema, das jede größere Stadt umtreibt: Neu-Ulm ist da keine Ausnahme. Bis 2020 erwartet die Stadt knapp 3000 Einwohner mehr als jetzt: Von 58.100 auf 61.000 soll deren Zahl steigen, berichtete Andreas Heipp, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Neu-Ulm (Nuwog), beim gestrigen Pressegespräch.

In den kommenden fünf Jahren will die kommunale Unternehmensgruppe 440 neue Wohnungen bauen, 360 davon öffentlich gefördert, die restlichen 80 frei finanziert oder als Bauträgerprojekte. Heipp räumte ein, dass selbst bei durchschnittlich zwei Mietern pro Wohnung 440 Neubauten nicht ausreichten, um „den Mietmarkt zu entspannen“ – besonders da 1300 Wohnungssuchende vorgemerkt seien und jedes Jahr aber nur knapp 160 Wohnungen frei würden. Dennoch trage die Nuwog einen großen Teil dazu bei, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf die Durchschnitts-Kaltmiete von rund sechs Euro pro Qua­dratmeter: „Damit liegen wir über einen Euro unter dem Neu-Ulmer Mietspiegel von momentan 7,23 Euro“, sagte Heipp.

Die Nuwog blickt auf ein arbeitsreiches Jahr 2016 zurück: Fertiggestellt wurde etwa das achtstöckige Wohnhaus „Jeanne“, Gedeckter Weg 14 oder die „Elefantensiedlung“ in der Vorwerkstraße, die insgesamt 2000 Qua­dratmeter Wohnfläche bietet.

Auch 2018 ist viel geplant

Der Geschäftsführer stellte auch zukünftige Projekte der Nuwog vor. 50 neue Wohnungen sind im Baugebiet Wiley geplant, gefördert wird das Projekt vom Freistaat Bayern. Daneben will die Gesellschaft bis zum Jahr 2020 rund 80 Wohnungen in Ludwigsfeld im Gebiet Ulmer Hofgut bauen. „Wir haben uns ein stattliches Programm vorgenommen“, fasste Heipp zusammen.

„Die produktive Stadt“ ist das Motto des europaweiten Architekten-Wettbewerbs Europan 14, an dem die Nuwog mit dem Standort Innenstadt Süd teilnehmen wird. Junge Architekten können Vorschläge für die Gestaltung des Wohnviertels einreichen, die Gewinner sollen Ende 2017 feststehen. „Sinn des Wettbewerbs ist auch zu sehen, wie andere Städte in Europa mit solchen baulichen Herausforderungen umgehen“, erklärte Heipp.

„Richtungsweisend“ nannte der Geschäftsführer die Modernisierung der Altbauten in der Pfuhler Straße 12/14. Das Projekt erhielt letztes Jahr zwei Preise: Die „db deutsche bauzeitung“ und die Dagmar und Matthias Krieger Stiftung kürten das Projekt zum Sieger, als Beispiel für „technisch etabliertes“ und „nachhaltiges“ Bauen.

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