Nur fünf Kläranlagen in ganz Serbien

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Im Steinhäule steht eine der modernsten Kläranlagen Deutschlands, die mit vier Klärstufen den höchsten Standard der Abwasserklärung überhaupt bietet. Weiter unten am Flusslauf läuft dagegen der ganze Dreck in die Donau, die gleichzeitig das Trinkwasserreservoir für Millionen von Menschen ist.

In Serbien gibt es beispielsweise nur fünf (5!) Kläranlagen, in Kroatien sollen es etwa 100 sein, was immer noch „sehr wenige“ sind, wie Heike Burghard gestern vor Vertretern der Medien sagte.

Die promovierte Biologin ist Geschäftsführerin von TCC Danubius mit Sitz in Ulm, die sich zur Aufgabe gemacht hat, dass Abwässer besser gereinigt werden auf dem Balkan. Diese vereinsmäßig gestaltete Organisation wird von Firmen flankiert, die im weitesten Sinn im Wasser-/Abwasserbereich tätig sind, wie etwa der Ulmer Mess- und Analysespezialist Bindergroup.

Investition in Menschen

Die Firmen sind freilich nicht wohltätig unterwegs, sondern wollen sich auch einen künftigen Markt bereiten auf dem Balkan. TCC-Danubius aber darf keinen Gewinn machen und wird beispielsweise vom Umweltbundesamt unterstützt und von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft geprüft. Die in der Friedenstraße ansässige TCC bietet das Knowhow, das Wissen, mit dem Abwassertechniker und Klärwärter ausgebildet werden, um überhaupt Personal zu haben, eine Kläranlage zu betreiben.

Wichtig ist diese Aufgabe nicht zuletzt, um Beitrittskriterien zu der EU zu erfüllen. Die Union fordert immerhin gleiche Umweltstandards in den Ländern, wovon angesichts der Abwasserbehandlung keine Rede sein könne, wie Burghard sagt: „Man kann so viel Geld reinpumpen wie man will. Wenn es die Menschen nicht wollen oder können, geht gar nichts.“

Enge Beziehungen

Die Wahl auf Ulm als Hauptsitz sei vor zwei Jahren wegen Ulms Aktivitäten für und bei der Donauraumstrategie erfolgt, sagt Burghard. Im Gründungsjahr hatte TCC in Ulm auch eine große Abwasser-Konferenz veranstaltet (wir berichteten), und gründet jetzt zu den bestehenden Dependancen in Kroatien ein erstes Büro im serbischen Novi Sad, wohin Ulm seit langem enge Beziehungen pflegt.

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