Noerpel baut Speditionsnetz in München aus

Noerpel setzt den Expansionskurs fort und übernimmt die Spedition Ascherl in München. Das Familienunternehmen erreicht so eine neue Dimension.

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Das traditionsreiche Logistikunternehmen Noerpel weitet sein Speditionsnetz aus und übernimmt zum 1. September die Transportgesellschaft Ascherl & Co. Das Unternehmen mit Sitz in München verfügt über weitere Standorte in Hamburg sowie Hilden bei Düsseldorf.

Wie es in einer Mitteilung heißt, verfolgt Noerpel konsequent das strategische Ziel, in Süddeutschland ein flächendeckendes Netz aufzuspannen und internationale Verkehre nach Europa auszubauen. Nach den jüngsten Übernahmen von Fross (Teningen), Kentner (Heidenheim) sowie des Standorts von Cordes+Simon in Villingen-Schwenningen beschäftigt Noerpel mehr als 1700 Mitarbeiter und wird mit Ascherl voraussichtlich 280 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.

München ist demnach ein interessanter Knotenpunkt für Transporte nach Italien, Österreich und Osteuropa. Außerdem könne man von Hamburg und Hilden aus das Exportgeschäft verstärken. Firmenchef Stefan Noerpel-Schneider will über Hamburg dann Containertransporte und Landverkehre aus einer Hand anbieten. Hilden eigne sich für Transporte in die Beneluxstaaten und nach Nordfrankreich.

Bei Noerpel ist das Speditionsgeschäft umsatzstärkster Bereich. Die Firma hält aber auch 120 000 Quadratmeter Lager- und Kommissionierflächen bereit. Bei Ascherl soll die Lagerlogistik nun ebenfalls ausgebaut werden. Noerpel-Schneider will Ascherl-Kunden auch Noerpel-Dienstleistungen wie Arbeitnehmerüberlassung - also Leiharbeit - und Paketversand anbieten. Im Rahmen der Übernahme vermeidet Noerpel wie auch schon bei der Akquisition von Kentner und Cordes+Simon in Villingen-Schwenningen betriebsbedingte Kündigungen: Alle 440 Mitarbeiter würden übernommen, um die Kontinuität zu gewährleisten.

Das Unternehmen wurde 1881 gegründet und befindet sich in der fünften Generation in Familienbesitz. Noerpel ist nach eigenen Angaben in Süddeutschland sowie Vorarlberg und der Nordschweiz führend. 2013 wurde mit 1300 Mitarbeitern an zehn Standorten 220 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

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