Nobelpreisträger Weiss: Cousine aus Neu-Ulm gratuliert

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Annegert Bock hat ihren Cousin letztes Jahr getroffen.   Foto: 

Wer sagt’s denn: Ein bisschen was vom Nobelpreis-Glanz fällt auf Ulm und Neu-Ulm ab. Annegert Bock (76) ehemalige Ulm-Kor­respondentin der „Stuttgarter Zeitung“ und in Neu-Ulm wohnend, ist die Cousine von Rainer „Rai“ Weiss. Der 85-jährige gebürtige Berliner hat vor wenigen Tagen gemeinsam mit Kip Thorne und Barry Barish den Nobelpreis für Physik zuerkannt bekommen: für seine entscheidenden Beiträge zur Beobachtung von Gravitationswellen.

„Ich habe  seiner Frau gleich eine E-Mail geschrieben“, sagte Bock gestern auf Anfrage. Ihn selbst wolle sie in den nächsten Tagen aber erst mal nicht behelligen. „Er wird ja gerade von Tausenden von Leuten belagert.“

Erst im vergangenen Jahr hatte die Redakteurin im Ruhestand  ihren Vetter getroffen. In Berlin war das, wo Weiss seine Forschung vorstellte. Bei einem Besuch von ihr in Boston vor gut zehn Jahren habe er ihr gesagt: „Du kommst aus Einsteins Stadt, ich arbeite an einem Beweis für seine Theorie.“ Ihren Cousin beschreibt sie als durchweg bescheidenen und freundlichen Menschen, aber eben auch als „Professor durch und durch“. Er habe sich eigentlich immer – selbst wenn er zu Besuch in Deutschland war – mit seiner Forschung und dem von ihm mitgegründeten Ligo-Detektor beschäftigt: einem Observatorium, mit dessen Hilfe erstmals Gravitationswellen nachgewiesen wurden.

Rainer Weiss ist eines von zwei Kindern aus einer jüdisch-christlichen Familie. Sein Vater Friedrich Weiss war Neurologe und Kommunist. Die Familie floh vor den Nationalsozialisten zunächst nach Prag und 1938 weiter in die USA.

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