Nicht Rock, nicht Pop: Islands im Roxy

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Viele Zuhörer waren am Mittwochabend zwar nicht ins Roxy gekommen, um der kanadischen Indie-Poprock Band Islands zu lauschen. Doch die, die gekommen waren, folgten dem Konzert gespannt, das sehr gemächlich anfing.

Spannend an Islands ist die Vielseitigkeit der Musiker. Kein Mitglied scheint nur auf ein Instrument fixiert zu sein. Nicht selten tauschten die Musiker ihre Instrumente. Auch mischten sich ab und zu Electro-Drums unter die Lieder. Ihr Handwerk beherrschen diese Musiker ohne Zweifel - technisch waren sie einwandfrei.

Und dennoch: Irgendwas fehlte. Die Kompositionen sind zwar gefällig, aber im Ohr hängen bleiben sie einem nicht. Um als Rockband durchzugehen, lässt es das Quartett aus Montreal schlicht zu sanft angehen. Wirklich vom Hocker rissen sie einen nicht. Die Musik ist zu seicht, hat wenig Profil und es fehlt an Druck. Zudem standen die Musiker etwas statisch auf der Bühne. Vielleicht lag das auch an dem kleinen, schwer zu motivierenden Publikum. Ihr fader Sound passte zumindest zur anfänglichen Stimmung. Den Gehörschutz konnte man an diesem Abend getrost daheim lassen.

Dann, nach dem dritten Lied, spielten sie ihre neue Single "Hallways", die mit einem flotten Tempo und rockiger daher kam und das Publikum das erste Mal zum Mitwippen brachte. Gegen Ende hin wurden die Lieder insgesamt dynamischer. Mit "Shotgun Vision" oder "Dont Call Me Whitney, Bobby" zogen sie dann das Publikum doch noch auf ihre Seite. Im ganzen blieb die Musik aber unausgereift.

Ihren Stil hat die Band zwar gefunden, jetzt muss sie nur noch daran arbeiten, ihn zu einem Klang zu formen, der das Publikum auch mitreißt.

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