Neues Programm für Frieden

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25 Veranstaltungen von 25 Gruppen stehen auf dem Programm der Friedenswochen, die im September und Oktober zum fünften Mal stattfinden – darunter auch ai oder die Ulmer Ärzteinitiative-IPPNW. Die Wochen sollen einen Beitrag für den Frieden in der Welt leisten, sagt der Vorsitzende des Vereins für Friedensarbeit, Reinhard Köhler, für den das „kein utopisches Ziel“ ist. Zudem solle klar gemacht werden, dass Konflikte friedlich gelöst werden können. Frieden bedeute nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern meine auch den sozialen Frieden in der Gesellschaft.

Dabei werden die Themen Gewaltfreiheit und friedlicher Widerstand auf möglichst vielfältige Art und Weise aufbereitet. So wird es beispielsweise Workshops und Diskussionsrunden, aber auch Filme, Musik- und Infoveranstaltungen geben. Eine besondere Aktion hat die Tibet Initiative Ulm/Neu-Ulm am 3. September geplant: Anstatt viel zu reden, soll schweigend protestiert werden. Die Idee stammt von Tibetern, die den gewaltfreien Protest für Selbstbestimmung durch Meditation vormachen.

Im Barometer, welches das aktuelle weltweite Konfliktgeschehen erfasst, zählte das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung 18 Kriege und 402 Konflikte weltweit im Jahr 2016. Der Schluss hieraus sei: Wir leben in keinem friedlichen Zeitalter und das Thema Frieden ist demnach aktueller denn je. Ziel sei es also, die Kräfte zu bündeln, um sich Gehör zu verschaffen und Präsenz zu zeigen, so die Initiatoren. Zudem soll die Friedensinitiative aufzeigen, dass der Traum eines friedlicheren Zeitalters keine Illusion bleiben darf. Besondere Freude macht den Initiatoren, dass sich heute mehr denn je auch Jugendliche für politische Themen engagieren und nicht mit der derzeitigen Weltlage einverstanden sind.

Den Auftakt der Friedenswochen bildet am 1. September die Informationsveranstaltung „Die 360°-NATO: Mobilmachung an allen Fronten“ vom DGB-Kreisverband Ulm/Alb-Donau über das derzeitige NATO-Sicherheitskonzept.

Historie Der 1. September wurde als Beginn der Ulmer Friedenswochen nicht zufällig ausgewählt: 1966 wurde dieser Tag zum Antikriegstag erklärt. Von 1977 bis 1980 fanden jährlich die Ulmer Friedenswochen statt und wurden nun zu neuem Leben erweckt. Initiatoren sind Radio free FM, der Verein für Friedensarbeit Ulm und mehrere Gruppen und Initiativen (Koordinationsgruppe Frieden).

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