Neue Salzlagerhalle für 1,8 Millionen Euro wird gebaut

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Bislang gab es wenig zu tun für den Winterdienst. Das alte Ulmer Salzlager ist entsprechend gut gefüllt.  Foto: 

Nächsten Sommer soll mit dem Bau einer Salzlagerhalle für den Winterdienst der Entsorgungsbetriebe Ulm (EBU) begonnen werden. Der entsprechende Ausschuss hat dem Baubeschluss und den geschätzten Investitionskosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro zugestimmt. Die Lagerhalle, die mit rund 2000 Tonnen Salz gefüllt werden kann, soll auf dem Betriebshofgelände der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) in der Kässbohrerstraße in Nachbarschaft zum Betriebshof der EBU gebaut werden, denn die Stadtwerke erweitern ohnehin ihr dortiges Gelände.

Die alte gleich große Salzlagerhalle – es gibt noch sechs Silos in kleineren Ortsteilen – steht im Junginger Buchbrunnenweg. Inzwischen hat jedoch die benachbarte Firma Ulrich Medical das Grundstück gekauft und vermietet es bis zur geplanten eigenen Nutzung  2019 noch an die EBU – so lange Bedarf besteht. Denn deren neue Halle soll im ersten Quartal 2018 fertig sein.

Ein Vorteil des künftigen Standorts ist der minimale Anfahrtsweg für die Winterdienstfahrzeuge, die im EBU-Betriebshof in der nahen Bauhoferstraße parken. Genauso kurz sind die Wege für Personal und Geräte wie Radlader. Und der Standort ist mittel- bis langfristig gesichert.

Für diese Wintersaison haben die EBU 1500 Tonnen Salz in der alten Halle und 1500 in einem auswärtigen Lager vorrätig – gekauft zum Preis von 75 Euro pro Tonne, sagt EBU-Chef Michael Potthast. Seit es Frost gibt, wurden aber nur kleinere Einsätze gefahren, etwa auf den Eselsberg. Bei einem Volleinsatz hingegen, also bei Blitzeis oder anhaltendem Schneefall, sind parallel bis zu 26 Fahrzeuge unterwegs und streuen erst auf Hauptverkehrsstraßen und zuletzt in den Wohngebieten. 14 Fahrzeuge von den 26 sind eigene EBU-Fahrzeuge, 12 sind Subunternehmer wie Landwirte, die ihre Traktoren entsprechend umgerüstet haben.

Neu-Ulm hat für den kommenden Winter 3000 Tonnen Salz eingelagert, aber nicht in einer Lagerhalle, sondern in Salzsilos, die alle in der Reinzstraße stehen, sagt Jürgen Gerhardt, der stellvertretende Leiter des Baubetriebshofes. Die Reinzstraße liegt im Gewerbegebiet Steinhäule weit außerhalb des Stadtgebiets. „Das macht nichts, wir sind rechtzeitig unterwegs“, versichert er. In Neu-Ulm stehen 21 Raumfahrzeuge zur Verfügung. Bereitschaft haben reihum 80 Mitarbeiter, der Großteil ist bei der Stadt beschäftigt, der Rest sind Subunternehmer. Aber in letzter Zeit gab es noch keinen Einsatz in Neu-Ulm.

Gerhardt erinnert sich aber noch gut an die Klagen der Anlieger aus den vergangenen Jahren, wenn die Einsatzfahrzeuge den Schnee vor die gerade geräumten (siehe Infokasten) Hofeinfahrten schieben. Der stellvertretende Baubetriebshofleiter: „Wir können den Schnee ja nicht wieder nach oben schießen.“

Streupflicht Die Winterdienstler und die Bürger sollen laut Satzungen beider Städte Salz nur an glatten Hängen einsetzen. Denn Salz kann Bäumen wie Kastanien schaden und ist unangenehm an Hundepfoten. Daher sollte man möglichst abstumpfendes Streugut wie Splitt und Sand verteilen. In Ulm wie in Neu-Ulm müssen die „Gehflächen“ werktags ab 7 Uhr und sonntags ab 8.30 Uhr verkehrssicher sein – und tagsüber nach Schneefällen.

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