Neue Produkte durch digitale Revolution

Die digitale Transformation erfasst alle Bereiche der Wirtschaft. Ein Symposium bei der IHK zeigte Anwendungsfelder für mittelständische FIrmen auf.

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Ulm. Die vierte industrielle Revolution – Stichwort Industrie 4.0 – ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Dies wurde beim Symposium des Arbeitskreises Industrie 4.0 im Haus der Wirtschaft deutlich. Gründer des Arbeitskreises sind das Institut für Technologie- und Prozessmanagement der Uni Ulm und das International Performance Research Institute. Sie begleiten kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung. Der Fokus liegt auf betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

Die digitale Transformation der Wirtschaft hat aus Sicht der Veranstalter massive Auswirkungen auf alle Firmenbereiche – von Produktion über Vertrieb bis Controlling. Im Mittelpunkt des Symposiums „Geschäftsmodelle 4.0“ bei der IHK standen nun neue Chancen der Digitalisierung – gerade für den Mittelstand. Die Veranstalter gehen davon aus, dass Kunden die Eigenschaften ihres Produkts im Detail bestimmen können und dadurch Produktion und Lieferkette optimiert werden.

Erste Schritte zum intelligenten Haus oder Smart Home macht Liebherr Hausgeräte in Ochsenhausen. Mittels einer Smart Device Box kann die Temperatur des Kühlschranks über mobile Endgeräte wie das Smartphone reguliert werden. Bei technischen Problemen wird der Besitzer informiert und der Kontakt zum Kundendienst hergestellt. Das ist nicht nur eine Spielerei. Philipp Wagner von Liebherr berichtete von der Lagerung teurer Medikamente, bei der man auf zuverlässige Kühlgeräte angewiesen sei.

Klaus Wurster von Wafios präsentierte smarte Lösungen zur Reduktion von Schwingungen beim industriellen Drahtbiegen, Sascha Bäcker von Fritz & Macziol über die Verarbeitung großer Datenmengen (Big Data). Marion Keller von Bossard stellte ein intelligentes Logistiksystem vor: Verbindungsstücke wie Schrauben werden in Behältern mit integrierten w-lan-fähigen Waagen (Smart Bins) gelagert, wodurch ständig die aktuelle beziehungsweise prognostizierte Füllmenge ermittelt wird. Im Bedarfsfall kann das Logistiksystem dann vollautomatisiert Verbindungsstücke nachbestellen.

In einem Grußwort verwies OB Gunter Czisch auf die kommunalpolitischen Konsequenzen von Industrie 4.0 wie: Mobilität, Bürgerbeteiligung sowie im Zuge von Smart Homes natürlich auch die Energiewirtschaft. Ulm müsse aufrüsten und eröffne deshalb, wie berichtet, ein digitales Stadtlabor am Weinhof.

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