Neue Fachbereichsleiter für Neu-Ulm: Ralph Seiffert und Markus Krämer

Ralph Seiffert kommt aus Ulm, Markus Krämer aus Blaustein. Die Stadt Neu-Ulm setzt bei zwei neuen Spitzenbeamten voll auf die lokale Kompetenz.

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  • Markus Krämer ist neuer Stadtbaudirektor. 1/2
    Markus Krämer ist neuer Stadtbaudirektor. Foto: 
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    Ralph Seiffert führt den Fachbereich Schule, Kultur, Freizeit, Sport, Soziales. Foto: 
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Der Stadtrat hat noch in alter Besetzung am Donnerstag zwei neue leitende Beamte gewählt, die vom 1. Mai dieses Jahres bis zum 30. April 2020 zwei wichtigen Fachbereichen vorstehen werden. Zum neuen Chef in der Abteilung Schule, Kultur, Freizeit, Sport und Soziales wurde Ralph Seiffert (47) gewählt. Er arbeitet noch als stellvertretender Abteilungsleiter für Bildung und Sport im Ulmer Rathaus. Und neuer Stadtbaudirektor ist Markus Krämer (52), der noch als Ortsbaumeister in Blaustein beschäftigt ist.

Bevor sich im Neu-Ulmer Stadtrat jeweils die beiden Finalisten rund zehn Minuten lang vorstellen durften und danach kurz befragt wurden, hatte eine Findungskommission, in der auch Vertreter aller Fraktionen saßen, alle Bewerbungen gesichtet. Ins Finale für die Leitung des Fachbereichs 2 kam noch ein Amtsleiter aus einer anderen Stadt. Unter die letzten Zwei hatte es auch Claudia Baumgartner (44) aus Pirna (Sachsen) geschafft, die vor ihrer Elternzeit bis 2010 Baureferentin bei der Stadt Passau war.

Für Seiffert, der in Blaustein wohnt, war es im Neu-Ulmer Sitzungssaal fast ein Heimspiel. Während er sich vorstellte, gabs schon die ersten zustimmenden Nicker im Rat. Das Abstimmungsergebnis für ihn war dann deutlich: Er konnte von 40 anwesenden Stadträten und dem OB 35 Stimmen hinter sich scharen. Der Amtsleiter kam auf vier Stimmen, ein Stimmzettel war ungültig. Deutlich, aber nicht ganz so klar, konnte sich wenig später Krämer mit 30 gegen 11 Stimmen durchsetzen, nachdem ein Stadtrat verspätet zur Sitzung erschienen war.

Seiffert ging in seiner Vorstellungsrede vor allem auf seine Tätigkeit in der Abteilung Bildung und Sport in Ulm ein. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, der dann Betriebswirtschaft studiert hat, arbeitet seit 2001 bei der Stadt Ulm und ist seit 2006 Stellvertreter von Abteilungsleiter Gerhard Semler. In Seifferts Amtszeit wurden in Ulm Projekte wie "Kinder in Bewegung", eine Kooperation zwischen Vereinen und Schulen, das Schulschwimmkonzept in Zusammenarbeit mit der DLRG und die Inklusion, bei der Ulm eine Pilotregion ist, angestoßen.

Als künftige Herausforderungen nannte Seiffert unter anderem die Ganztagsbetreuung samt "Qualitätsoffensive". Bildung sei ein wichtiger Standortfaktor, und er wolle die "wachsende, prosperierende Stadt Neu-Ulm" mitgestalten, sagte der 47-Jährige. Er ist verheiratet und hat eine 16-jährige Tochter.

Der Blausteiner Ortsbaumeister Markus Krämer berichtete, dass er 1999 bei seinem Amtsantritt eine schwierige Situation in der jungen, aus mehreren Ortsteilen zusammengesetzten Gemeinde vorgefunden habe. Dass Blaustein im Herbst zur Stadt erhoben werden soll, sieht Krämer als Erfolg und zugleich für sich persönlich als Zäsur: "Jetzt könnte mal was Neues kommen." Zumal seine drei Söhne mittlerweile erwachsen seien. Der gelernte Architekt, der vor seiner Blausteiner Zeit elf Jahre lang in Architekturbüros gearbeitet hatte, machte einige Vorschläge zur Neu-Ulmer Innenstadtgestaltung. Unter anderem will er die Donau erlebbarer machen.

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