Neu-Ulm im Kampf gegen Energiefresser

Die Stadt Neu-Ulm will wissen, wo sie mehr Energie sparen kann. Deshalb nimmt sie am European Energy Award teil. Auch die Bürger sind gefordert.

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"Die Energiewende werden hauptsächlich die Städte und Landkreise umsetzen müssen." Dieser Ansicht ist der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Die Stadt wird sich deshalb am European Energy Award (eea) beteiligen. Das ist ein europaweites Qualitätsmanagementsystem mit einem Zertifizierungsverfahren. Die Teilnahme kostet die Stadt im ersten Jahr 25 000 Euro. Angelegt ist das Projekt auf drei Jahre. Das dafür ausgegebene Geld soll eine gute Investition sein, denn am Ende gibt es nicht nur eine Urkunde, sondern jede Menge Tipps, an welchen Stellen die Stadt Energie sparen kann.

Spannend wird es aber wohl erst, nachdem die Ergebnisse vorliegen. Dann geht es darum, welche Schlüsse Neu-Ulm daraus zieht, was von den vorgeschlagenen Dingen alles konkret in Angriff genommen wird. Noerenberg glaubt, dass der Stadtrat die Umsetzung der ersten Projekte in diesem Herbst während der Haushaltsberatungen für das Jahr 2013 diskutieren kann.

Auch die Bürgerschaft soll am European Energy Award beteiligt werden. Die Stadt bietet dazu insgesamt drei Workshops an, jeweils um 18 Uhr im Lehrsaal der Hauptfeuerwache in der Zeppelinstraße 6: Am Donnerstag, 26. Juli, dreht sich alles um das umfassende Thema"Sonnenenergie, Wasserkraft, Windkraft und Biomasse - Welche erneuerbaren Energien wollen Sie in Ihrer Nachbarschaft?"

Am Freitag, 31. August, soll die Frage beantwortet werden, wie jeder im eigenen Haushalt zur Energiewende beitragen kann.

Am Freitag, 14. September, wird abschließend darüber diskutiert, ob Biomasse-Anlagen ein Segen für die Energiegewinnung oder ein Fluch für den Lebensmittelanbau sind.

Auch Schüler der weiterführenden Schulen sind aufgerufen, sich an einem Wettbewerb zu beteiligen. Sie sollen ein Konzept entwickeln, wie beispielsweise Holzschwang mit Strom und Wärme allein aus erneuerbaren Energien versorgt werden kann. Teilnehmen können Gruppen ab Klassenstufe 10. Eine Jury wird diebesten Vorschläge auswählen und dafür Preise vergeben.

Nicht zuletzt können sich alle Neu-Ulmer über ein Internet-Voting beteiligen. Die genauen Fragen stehen noch nicht fest. Das Internet-Voting soll dann ein möglichst breites Meinungsbild bringen.

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