Nahost-Korrespondent Martin Gehlen kommt zum SWP-Forum

Religion und Politik im Nahen und Mittleren Osten stehen im Fokus des nächsten SÜDWEST PRESSE-Forums im Stadthaus. Korrespondent Martin Gehlen und Fotografin Katharina Eglau berichten in Wort und Bild.

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Iranische Frau beim Freitagsgebet in Isfahan: Fotografin Katharina Eglau zeigt im Stadthaus weitere Bilder aus dem Nahen und Mittleren Osten. Foto: Katharina Eglau

Umsturz in Ägypten, Aufruhr in der Türkei, Entspannung im Iran - die drei größten Völker des Nahen Ostens ringen um die Rolle des Islam in ihren Gesellschaften. In Ägypten eskalierte ein millionenfacher Aufruhr des Volkes zum Militärputsch gegen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi. In der Türkei boten hunderttausende Demonstranten Regierungschef Recep Tayyip Erdogan die Stirn. Im Iran hievten die Wähler im ersten Anlauf mit Hassan Rohani einen Geistlichen auf den Präsidentensessel, bloß weil dieser es gewagt hatte, die erstickende Sicherheitsatmosphäre im Land zu kritisieren und den Bürgern eine Charta privater Freiheitsrechte zu versprechen.

So unterschiedlich die Konflikte auf den ersten Blick erscheinen, so gemeinsam sind ihre Wurzeln. Millionen Menschen sind es leid, sich mit frommen Vorschriften islamischer Doktrinäre bis in ihr Privatleben hinein bevormunden zu lassen. Wie entwickelt sich das Verhältnis von Religion und Politik in der Region? Wie staatsfähig und demokratiefähig ist der politische Islam?

Martin Gehlen und seine Frau, die Fotografin Katharina Eglau, berichten seit gut fünf Jahren aus dem Nahen und Mittleren Osten. Der Tahrir-Platz in Kairo liegt 15 Minuten Fußweg von ihrer Wohnung entfernt. Den Arabischen Frühling, die Euphorie der Revolution, den politischen Neuanfang und die tiefe Ernüchterung, die jetzt um sich greift, haben sie in allen Phasen miterlebt. Martin Gehlen hat Biologie, Theologie und Nordamerikawissenschaften studiert, sich in Studienaufenthalten an der Harvard-Universität, der Hebräischen Universität Jerusalem und bei Science Po in Paris intensiv mit dem Verhältnis von Religion und Politik beschäftigt. Katharina Eglau hat einen Meister in Fotografie, arbeitete zunächst in der Werbebranche, dann als Fotoredakteurin bei Tageszeitungen. Seit vielen Jahren ist sie wieder mit der eigenen Kamera unterwegs.Info Martin Gehlen und Katharina Eglau sind am Montag, 28. Oktober, zu Gast im SÜDWEST PRESSE-Forum im Stadthaus. Es beginnt um 20 Uhr.

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Kommentare

24.10.2013 06:45 Uhr

andere Formulierung

Die bessere Frage wäre: wie staatsfähig sind die, die den Islam interpretieren. Also die zitierten islamischen Doktrinäre.
Jede Religion ist so gut oder schlecht wie man sie auslegt. Auch das Christentum wäre ein ganz anderes wenn man es nicht im Laufe der Zeit modernisiert hätte und von Religionskriegen und früher üblichen Greueltaten befreit hätte und modernere Ansichten mit eingeflossen wären.

Wenn der Islam das auch schafft und die Menschen ihre Freiheit bekommen, lässt sich mit ihm bestimmt auch friedlich und angenehm leben.

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