Nachwuchs erkundet den Grünen Hügel

Juliana Koch, Solo-Oboistin der Philharmoniker, und der Bass Alexander Kiechle sind in diesem Jahr Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbands.

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Juliana Koch, Oboe.

Richard Wagner und die Oboe? Da fällt einem sofort das Hirtenlied aus dem 3. Aufzug des romantischen Liebesdramas "Tristan und Isolde" ein - ein wunderbares Solo für das Englisch Horn, das Alt-Instrument aus der Familie der Oboe. Am Theater Ulm hat Juliana Koch den "Tristan" noch nicht gespielt, dafür müsste diese Oper nach drei Jahrzehnten mal wieder auf den Spielplan gesetzt werden. Aber die Solo-Oboistin des Philharmonischen Orchesters der Stadt Ulm hat die lokalen Wagnerianer auch so schon sehr beeindruckt: Der Richard-Wagner-Verband Ulm/Neu-Ulm hat Juliana Koch in diesem Jahr als Stipendiatin ausgewählt.

Ein wichtiges Anliegen der Wagner-Verbände weltweit ist die Förderung des künstlerischen Nachwuchses, und dazu gehört auch, dass jungen, besonders talentierten Künstlerinnen und Künstlern der Besuch der Bayreuther Festspiele ermöglicht wird. Neben der 23-jährigen Juliana Koch, die schon in ihrer Schulzeit an der Hochschule für Musik in Frankfurt studierte, die im Bundesjugendorchester spielte und 2010 an das Theater Ulm kam, hat der Wagner-Verband Ulm/Neu-Ulm noch einen zweiten Stipendiaten bestimmt: Alexander Kiechle.

Der 18-Jährige kommt aus Günzburg, spielt Cello und singt - und zwar ausgesprochen erfolgreich: Kiechle holte im vergangenen Jahr beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert" in Neustrelitz einen 1. Preis und war mit 24 von 25 möglichen Punkten der beste männliche Sänger aller Teilnehmer. Und was ihn besonders interessiert? Natürlich Werke von Richard Wagner. Wie dessen Opern im Bayreuther Festspielhaus klingen, kann Kiechle nun im kommenden August als Stipendiat erleben.

Am Samstag, 15 Uhr, aber stellen sich die beiden Stipendiaten zunächst mal in Ulm vor; und zwar im Club Orange des Einsteinhauses. Um 16 Uhr dann findet dort die Jahresversammlung des von Viola Lachenmann als Vorsitzender angeführten Richard-Wagner-Verbandes Ulm/Neu-Ulm an. Auf der Tagesordnung steht neben den Regularien auch eine Personalie: Der Heldentenor Stefan Vinke, derzeit als Parsifal und Stolzing in Leipzig und Köln auf der Bühne, soll Ehrenmitglied werden.

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