Nachgefragt: Grüne: Keine Hilfe aus der eigenen Partei

7,8 Prozent waren deutlich weniger, als sich Birgit Schäfer-Oelmayer erhofft hatte. Sie macht die fehlende Unterstützung ihrer Partei mitverantwortlich.

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Zwei Nächte drüber geschlafen. Wie tief sitzt die Enttäuschung noch?
BIRGIT SCHÄFER-OELMAYER: Es ist ja kein Geheimnis, dass ich ein anderes Ergebnis erwartet hatte. Gemessen an meinem persönlichen Abschneiden bei den Wahlen zum Gemeinderat gibt es doch eine erhebliche Diskrepanz.

Erklärungen für das Ergebnis und den großen Abstand zu Czisch?
SCHÄFER-OELMAYER: Die Ulmer Bürgerinnen und Bürger wollten die Wahl im ersten Wahlgang entschieden haben und hatten einen klaren Favoriten - der hieß Czisch. Da hat man es als relativ aussichtslose Kandidatin schwer. Wenn die Menschen erst mal denken, die hat sowieso keine Chance, dann wählen sie einen auch nicht.

Hat das schlechte Abschneiden für Sie eine persönliche Konsequenz?
SCHÄFER-OELMAYER: Ich bin als Stadträtin gewählt, und das bleibe ich auch. Andererseits bin ich froh, dass jetzt die Weihnachtszeit kommt und Zeit zum Nachdenken. Denn ich muss mir schon darüber Gedanken machen, warum die Unterstützung aus der Partei mäßig oder gar nicht vorhanden war. Die mangelnde Unterstützung gibt mir schon zu denken.

Was heißt das für die Grünen im Hinblick auf die Landtagswahl?
SCHÄFER-OELMAYER: Bei der OB-Wahl hat man gesehen, dass die CDU gewinnen wollte. Die standen zusammen und hatten eine geschlossene Strategie. Solche Ergebnisse sind auch Ausdruck eines guten Teams. Das hat die CDU hervorragend geschafft.

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