Nachbarschaftshilfe

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Stana Grupp ist vom Fach: Die gelernte Krankenschwester und frühere Lehrerin für Pflegeberufe an der Ulmer Valckenburgschule ist ein Profi, wenn’s ums Helfen geht. Vor neun Jahren kam die Offenhausenerin auf die Idee, eine Nachbarschaftshilfe aufzubauen. Dank einiger Unterstützer konnte sie loslegen. Am Anfang war eine Frau im Einsatz, heute sind es rund 35 Menschen, die sich für Nanu – die Nachbarschaftshilfe Neu-Ulm – einsetzen. Und Stana Grupp hat mittlerweile eine Stellvertreterin: die Heilpraktikerin Cornelia Böhm-Sodan.

„Wir helfen mit Herz und Seele“,  beschreibt Stana Grupp die Grundeinstellung der Nanu. Wobei das Spektrum der Hilfe breit ist und die Zusammensetzung der Klientel vielfältig – sie reicht vom Senior bis zur jungen Familie. Ein klassischer Einsatz der Nanu-Mitarbeiter ist zum Beispiel, dass sie älteren Menschen im Haushalt unter die Arme greifen, Wäsche sortieren, staubsaugen, Geschirr spülen und Einkäufe erledigen. Aber auch einer jungen Familie, deren Eltern Job, Haushalt und Kinder über den Kopf wachsen, wird geholfen. „Wir unterstützen aber bloß. Für professionelle Haushaltshilfe und Pflege sind andere zuständig“, betont Stana Grupp, die mit ihrem Mann Gerald schon mal für Senioren auf Kühlschrank-Shoppingtour geht – Transport inklusive. Um Menschen, die geistig nicht mehr auf der Höhe sind, gerecht zu werden, sind Vertreter der Alzheimer-Gesellschaft nach Offenhausen gekommen, um Helferinnen im Umgang mit Dementen zu schulen.

So breit gefächert wie die  Klientel ist, so bunt aufgestellt ist auch das Team der Helferinnen und Helfer im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, wobei der Großteil davon Frauen sind. Die junge Logopädie-Schülerin, die sich um Demente kümmert, gehört genauso dazu wie der erfolgreiche Geschäftsmann, der Gartenarbeiten wie Rasenmähen und Heckenschneiden übernimmt. „Er freut sich darüber, dass er einen Ausgleich zu seiner sonstigen Arbeit hat“, erzählt die Gründerin.

Wer Hilfe in Anspruch nimmt zahlt 10 Euro pro Stunde, wovon 2,50 Euro für die Versicherung abgezogen werden. Was übrig bleibt gilt als Aufwandsentschädigung und liegt unter dem Mindestlohn, denn die Nanu will nicht in Konkurrenz mit Profi-Helfern gehen. Für Klienten, die mittellos sind, wird der Spendentopf angezapft, der wiederum regelmäßig von der Aktion 100 000 und Ulmer helft befüllt wird. Monatlich 450 Euro gehen für die Miete des 30-Quadratmeter-Büros in Offenhausen drauf. Wenn die Nanu einen günstigeren Raum zur Verfügung gestellt bekäme, könnte das gesparte Geld in die Hilfe fließen. Stana Grupp meint: „Wenn wir nur die Nebenkosten bezahlen müssten, wäre das natürlich ein Traum.“

Verstärkung kann die Nachbarschaftshilfe Neu-Ulm jederzeit  gebrauchen. Wer Lust hat,  die „Nanu-Familie“ zu vergrößern, meldet sich einfach per Telefon unter (0731) 1453913 oder schreibt eine E-Mail an na.nu@gmx.de

Das Team trifft sich immer am jeden zweiten Montag im Monat ab 18.30 Uhr im Büro in der Offenbachstraße 10.

Wer selbst Hilfe benötigt, kann sich ebenfalls an die oben angegebene Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Nachbarschaftshilfe wenden. Der Einsatz der Mitarbeiter ist auf die Neu-Ulmer City und die Stadtteile Offenhausen und Pfuhl begrenzt. Mehr im Internet: www.
nachbarschaftshilfe-
neuuulm.de

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