Nach Attacke auf Telenet-Server weiter Unklarheit über Täter

Ein bewusst herbeigeführter Ausfall der Internet-Server kann jederzeit wieder vorkommen, sagen die SWU.

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Wer für den Cyber-Angriff auf die Stadtwerke-Telekommunikationstochter Telenet ursächlich verantwortlich ist, werde wahrscheinlich nie herauskommen, sagt SWU-Sprecher Bernd Jünke auf Anfrage. Wie berichtet, waren am vergangenen Donnerstag infolge massenhafter Anfragen binnen weniger Sekunden die Systeme der Telenet zusammengebrochen. Alle rund 7500 Internet-Kunden des Unternehmes hatten bis zum späten Freitagvormittag keinen Zugang zum Web mehr, auch die Homepages der Stadt Ulm und der Stadtwerke waren in dieser Zeit nicht mehr zu erreichen.

Jünke zufolge handelte es sich bei der Attacke um einen so genannten DDOS-Angriff, das Kürzel steht für Distributed-Denial-of-Service, was auf Deutsch so viel „verbreitete Verweigerung des Dienstes“ heißt. Bei einem DDOS-Angriff infizieren die Angreifer einen oder mehrere Rechner mit Schadsoftware – die Beteiligten müssten dies noch nicht eimal mitbekommen, so der SWU-Sprecher. Je mehr Rechner zusammengeschaltet werden, desto schlagkräftiger verläuft die Attacke. Die Server sind von den unzähligen Anfragen überfordert, ihre Internetleitung ist überlastet und bricht schlimmstenfalls zusammen.

Angriff von Tierschützern

Bei den Angreifern kann es sich um kriminelle Einzeltäter, Scherzbolde bis hin zu politischen Gruppen oder enttäuschten Kunden handeln. Vor einigen Jahren etwa hatten Tierschützer nach einer entsprechenden Aufforderung durch die Tierrechtsorganisation Peta auf diese Weise kurzzeitig das Internet der Universität Ulm lahmgelegt. Zuvor war ruchbar geworden, dass Mediziner Tierversuche an lebenden Schweinen durchführen. Die Uni hatte dem Druck seinerzeit sogar nachgegeben und erklärt, künftig auf solche Versuche verzichten zu wollen.

Jünke zufolge kann ein derartiger Angriff jederzeit wieder passieren. 

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