Muss die Heimstraße wirklich umgebaut werden?

Viele Maßnahmen der Stadt zur Verbesserung des Radverkehrs sind sinnvoll. Aber muss die Heimstraße wirklich umgebaut werden?

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Radweg  Foto: 

Radfahren in der Stadt ist zurzeit nicht gerade der größte Spaß: Umständlich gilt es, Baustellen zu umkurven, Umwege auf sich zu nehmen und sich zwischen der sommerlichen Café-Bestuhlung durchzuschlängeln. Nichts davon wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses diskutiert, gerade mal die Situation am Bahnhof wurde kurz gestreift. Dabei gäbe es Verbesserungsbedarf.

Sinnvoller investieren

Stattdessen ging es um viele kleine Stellschrauben – und die großen Fahrradstraßen-Projekte. Keine Frage, die Zeitblomstraße ist eine gelungene Verbindungsachse. Doch muss wirklich die Heimstraße umgebaut werden, in der ohnehin Tempo 30 gilt und nur ein paar Anwohner und Parkplatzsuchende fahren? Fraglich, ob auch nur eine Ulmerin mehr aufs Rad umsteigt, weil die Straße einen neuen Belag hat und man offiziell nebeneinander herfahren darf. Was viele gänzlich unbehelligt jetzt schon tun. Statt dieses Geld in die Heimstraße zu stecken, könnte man es in sinnvollere Achsen investieren.

Trotzdem: Viele Maßnahmen sind durchdacht, insbesondere die geplante Querungshilfe im Hafenbad. Und es ist bemerkenswert, wie vieles Friederike Christian dieses Jahr noch anschieben konnte, nachdem die Stelle ein halbes Jahr lang vakant war. Das spricht für die Notwendigkeit einer Fahrradbeauftragten.

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Kommentare

29.06.2017 18:01 Uhr

Muss die Heimstraße wirklich umgebaut werden?

Dass in der Heimstrasse ...nur ein paar Anwohner und Parkplatzsuchende fahren.. scheint wohl eine deutlich verzerrte Wahrnehmung der Realität zu sein.
Ganz zu Schweigen von der sinnbefreiten Tatsache, dass eben dieser Parkplatzsuchverkehr, ohne Wendemöglichkeit, in den Bewohnerparkbereich 301 geführt wird.
Ausserdem ist zu Hauptverkehrszeiten die Strecke Heimstrasse - Griesbadgasse - Gideon-Bacher-Strasse - Brückenstrasse ein gerne und viel genutzter Schleichweg in Richtung Neu-Ulm.
Während der vergangenen Stunde sind ca. 100 dieser (paar) Parkplatzsuchenden durch die Heimstrasse gefahren, einige davon deutlich schneller als mit Tempo 30.
Würde es nicht mehr Sinn ergeben, die Heimstrasse auf ihre ganze Länge in die angrenzenden Bewohnerparkbereiche einzugliedern.
Aber dadurch ginge ja der Stadt eine lukrative Einnahmequelle (inklusive Knöllchen) verloren.

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