Musikparade der Militär- und Blasmusikkapellen in der Ratiopharm-Arena

Gigantisches Gipfeltreffen: Militär-und Blasmusikkapellen aus sieben Nationen eroberten das Publikum der Ratiopharm-Arena im Sturm.

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Von Polka bis Abba, und zwar in Formation: Der Musikverein Turnau aus Österreich.  Foto: 

3000 Fans kannten am Sonntagnachmittag nur eine Marschrichtung - die Ratiopharm-Arena. Dort rollte eine Blechlawine aus blitzenden Instrumenten und schnittigen Uniformen an: Die "Musikparade", Europas größte Tournee der Militär- und Blasmusik, machte erstmals Station in Neu Ulm.

Die fast voll besetzte Arena wurde unter den wehenden Europa-, Deutschland- und Musikparade-Flaggen sowie zwei Großleinwänden zum idealen Aufmarschplatz für rund 370 Mitwirkende. Eine Show der Spitzenklasse: Vor der Kulisse des Berliner Reichstags eroberten fesche Militär- und Blasmusikkapellen aus sieben Nationen mit Märschen, Schlagern, Volksliedern, Operetten- und Musicalmelodien, aber auch die folkloristischen und akrobatischen Tanzgruppen, die prächtigen Gesangssolisten und Fahnenschwenker das begeisterte Publikum.

Pop statt Patronen, Musik als völkerverbindendes friedliches Miteinander über Grenzen, Religionen und Kulturen hinweg. Gerade in diesen politisch explosiven Zeiten ein hoffnungsvolles Zeichen. Gewiss nicht von Ungefähr, dass das Militärorchester Tschernigow aus der Ukraine zusammen mit dem Repräsentationsorchester Moldawien das dreieinhalbstündige musikalische Gipfeltreffen eröffnete. Prompt versetzten der "River Kwai Marsch" und Offenbachs mitreißend getanzter "Can-Can" die Tribünen in Mitklatsch- und Mitwipplaune.

Schlag auf Schlag kündigte Moderator Björn Gehrmann die Ensembles an. In rotkarierten Schottenröcken zogen die Dudelsack-Pfeifer auf, unterstützt von Irish-Dance-Tänzerinnen. Die Herzen erfreute auch der Musikverein Turnau aus Österreich. Im Trachten-Look boten die recht jungen Musici Polka und Abba-Pop.

Und die schnellste Truppe? Die Gebirgsjäger aus Italien. Im Laufschritt hatten sie noch genug Puste, um den "Aida"-Triumphmarsch zu schmettern. Die Heldentenöre kamen allerdings mit der ukrainischen Militärkapelle groß heraus, etwa im Chianti-Lied. Orientalisches Flair und Klänge verbreitete die Royal Air Force Band aus dem Oman. Wobei 19 Frauen in glitzernder Tunika im etwa 60-köpfigen Aufgebot gleichberechtigt Dienst an Dudelsäcken und Trommeln taten.

Nach den spektakulären Show-Einlagen, darunter einem Auftritt der zivilen Formation aus Oberlichtenau mit einem fetzigen Bon-Jovi-Medley, zelebrierten alle Mitwirkenden ein grandioses Finale. Dabei assistierte die erst 4-jährige Anna aus dem Publikum Kapellmeister Nikolai Smal, dem ukrainischen Oberstleutnant. "Time To Say Goodbye", der Radetzky-Marsch und auch die "Alten Kameraden" waren von Feuerstößen, Glitzerregen und Standing Ovations flankiert. Wow! (Die Musikparade gastiert auch 2015 wieder in der Ratiopharm-Arena, am 8. Februar).

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