Munk will Neubau am Ehinger Tor eventuell niedriger bauen

Gebäude mit einer Höhe von mehr als 22 Metern sind Hochhäuser - und für sie gelten spezielle Auflagen. Deshalb überlegt sich Volker Munk, ob das Gebäude am Ehinger Tor eine Nummer kleiner ausfällt.

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So soll der Munk-Bau am Ehinger Tor aussehen - hier noch mit zehn Stockwerken. Animation: Mühlich, Fink und Partner

Zuerst waren lediglich sieben Geschosse geplant, dann neun. Nach dem Motto: Es darf ruhig ein bisschen mehr sein. Was die Ulmer Bauverwaltung noch zu toppen wusste. Warum nicht eine Nummer höher? Ein Stockwerk mehr? Sowohl architektonisch als auch städtebaulich sei ein solcher Bau durchaus vertretbar, hier am Ehinger Tor, gegenüber dem Universum-Center. Der Entwurf des Ulmer Architekturbüros Mühlich, Fink und Partner machte mit seiner Aluminium-Fassade und dem imposanten zehngeschossigen Kopfbau an der Ecke Schillerstraße ja auch einiges her. Auf den Plänen. Ob diese jetzt so realisiert werden, ist fraglich. Volker Munk, Geschäftsführer der gleichnamigen Ulmer Immobilienfirma, ist sich noch selbst im Unklaren darüber, wohin der Weg des nach seinem Grundriss als "Y" bezeichneten Gebäudes führt.

Das Problem: Der geplante Kopfbau mit seinen zehn Geschossen würde eine Höhe von 36 Metern erreichen - und damit als Hochhaus eingestuft werden. Was besondere bauliche Auflagen nach sich zöge, wie Munk erläutert. Treppenhaus, Lift, Brandschutz, "all das müsste die Anforderungen für Hochhäuser erfüllen, all das würde das Projekt verteuern", räumt er ein. So müsste das Gebäude unter anderem auch mit einen Notstromaggregat ausgerüstet werden. Und alles wegen einer zusätzlichen Fläche von rund 900 Quadratmetern auf den obersten drei Stockwerken. Rechnet sich das? "Wir prüfen, ob die Wirtschaftlichkeit überhaupt noch gegeben ist", sagt Munk, der von Kosten von rund 20 Millionen Euro ausgeht.

Doch ob sieben oder zehn Geschosse - unberührt von dieser Frage bleibt die Ladenzeile, die entlang des Busbahnhofs entstehen soll. Mit Metzgerei und Bäckerei, mit Apotheke und Bankfiliale und einem Zeitschriften-Lotto-Geschäft, "wir wollen das Ding attraktiv machen", sagt Munk. Immerhin steigen am Ehinger Tor täglich rund 5000 Menschen um. Attraktiv heißt aber auch: Der Neubau wird um ein paar Meter zurückversetzt, vor der Ladenzeile soll damit ein öffentlicher Raum, ein kleiner Platz, entstehen. Das Gebäude selber hat insgesamt eine Nutzfläche von 6800 Quadratmetern - bei zehn Geschossen. Wird auf sieben Geschosse reduziert, sind es immerhin noch 5900 Quadratmeter.

Dass dem alten Gebäude jetzt erst am Jahresende die Abrissbirne droht, hat freilich auch einen großen Vorteil - und zwar für die Kulturfahrschule: Sie kann die Räumlichkeiten erneut nutzen, und zwar bis zur Kulturnacht im September, sagt Munk.

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