Multiphonics-Festival macht im Stadthaus mit vier Konzerten Station

Das Multiphonics-Festival präsentiert Stars der Klarinette und des Saxophons. Vom 1. bis 4. Oktober finden vier dieser Doppelkonzerte und ein Workshop mit Michael Riessler auch im Ulmer Stadthaus statt.

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Claudio Puntin kommt mit seinem Balkan Clarinet Summit ins Stadthaus.

Bei diesem Festival dreht sich alles um die Klarinette. Bereits zum zweiten Mal findet jetzt das Multiphonics-Festival statt und diesmal wird es auch in Ulm Konzerte und einen Workshop mit dem aus Ulm stammenden Bassklarinettisten Michael Riessler geben. Dass das Festival jetzt auch in Ulm Station macht, ist Raimund Kast zu verdanken. Kast ist sowohl Mitglied im Verein Multiphonics als auch Vorsitzender des Ulmer Vereins für moderne Musik.

Die Ulmer Konzerte des Festivals starten am 1. Oktober: Bassklarinettist Thomas Savy ist der Senkrechtstarter der avancierten französischen Jazzszene. Ins Stadthaus kommt er mit Stéphane Kerecki (Bass) und Drummer Fabrice Moreau. Das zweite Konzert des Abends bestreitet der italienische Weltklasse-Klarinettist Gabriele Mirabassi, der mit dem Pianisten Enrico Pieranunzi einen veritablen Star des europäischen Jazz mitbringt. Den Bass spielt Luca Bulgarelli.

Eine absolut exotische Besetzung erwartet die Zuhörer am 2. Oktober im Stadthaus: Gebhard Ullmann "Tá Lam". Das sind zehn Saxophonisten und Klarinettisten und ein Akkordeonspieler, die sich den Kompositionen des Jazz-Visionärs Charles Mingus widmen. Und auch beim zweiten Konzert des Abends mit Claudio Puntins Balkan Clarinet Summit gibt es nochmals Klarinette satt - mit den sechs besten Instrumentalisten des Balkans.

Eine ganz besondere Paarung erwartet die Zuhörer am 3. Oktober: Der gebürtige Ulmer Michael Riessler gilt als einer der führenden Grenzgänger zwischen Jazz und Neuer Musik und ist auf internationalen Jazzfestivals ebenso zuhause wie bei den Spitzenevents Neuer Musik, hat mit Klassikkollegin Sabine Meyer ebenso zusammengearbeitet wie mit Jazzlegende Carla Bley. Und Pierre Charial, der Pariser Drehorgelvirtuose, der aus seinem altbackenen Instrument eine Präzisionsmaschine entwickelt hat, die den bizarrsten Intervallen und grellsten Clustern der Avantgarde gewachsen ist.

David Murray, der mit seinem Infinity Quartet das zweite Konzert des Abends bestreitet, spielte zu Zeiten der Hochblüte des New Yorker Loft Jazz mit Jazzgrößen wie Don Cherry, Cecil Taylor und Anthony Braxton und war Gründungsmitglied des World Saxophone Quartets. Zu seinem Quartett gehören Rod Williams (Piano) Jaribu Shahid (Bass) und Nasheet Waits am Schlagzeug.

David Krakauer ist einer der profiliertesten Klezmer-Musiker, begann bei den Klezmatics. Am 4. August beschließt er das Festival mit den besten Kompositionen aus seiner Karriere und einer Band, die neben traditionellen Instrumenten auch digitale Samples einsetzt.

Info Für alle vier Abende gibt es einen Festivalpass für 99 Euro (ermäßigt 89 Euro). Am 3. Oktober gibt Michael Riessler einen Workshop, für den ein Sponsor vier Plätze bezahlt.

Weitere Informationen:

www.verein-fuer-moderne-musik.de

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