Mordsspaß: Zehn Minuten. . . Stadtkrimi

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Kommissar Hölle alias Jonathan Löffler informiert die behüteten Ermittler aus Heidenheim. Foto: Sophie Krauss

Nein, eine Leiche gibt es nicht zu sehen. Jürgen Pschisalsky ist schon seit einer Woche tot. Hinterrücks erschlagen und in der Donau entsorgt. Die Ulmer Kriminalpolizei, mitten in der Urlaubszeit personell ziemlich ausgedünnt, tappt im Dunkeln - und bittet um Mithilfe. So jedenfalls hat es Kommissar Helmut Hölle den 25 Hilfssheriffs vorm Stadthaus erklärt. Und - Straßenkehrmaschine und Münsterglocken übertönend - bizarre Details offenbart.

Etwa, dass das Mordopfer nicht nur eine eifersüchtige Freundin, sondern zudem auch eine Affäre mit einem homosexuellen Bekannten beider hatte. Dass er Auto-Tuner war - mit dubiosen Verbindungen nach Polen, wo im übrigen auch sein Mitbewohner herstammt. Und dann war kurz vor der ermittelten Tatzeit noch dieses geheim gehaltene Treffen mit Dieter Bohlen im "Brettle", der Pschisalsky, nicht aber dessen Band unter Vertrag nehmen wollte. . .

Daniel Zimbelmann lässt den Stift übers Papier auf dem Klemmbrett tanzen. Jeder noch so kleine Hinweis könnte am Ende entscheidend sein. Wie gut, dass Kommissar Hölle in Wirklichkeit Jonathan Löffler heißt, Schauspieler und Student ist und am Ende seiner Ausführungen allen drei Gruppen noch Unterlagen mit den vermeintlichen Zeugen aushändigt. "Auf die Plätze, fertig, los. . ." Der Stadtkrimi der Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH hat begonnen.

Nur Minuten später steht die "Heidenheimer Gruppe" um Daniel Zimbelmanns Frau Astrid in der Neuen Straße vor dem vermeintlichen Mitbewohner des Opfers, ein Autohändler. Laut ausgegebener Liste soll zunächst der vermeintliche Pole mit gelb-orangener Mütze - gespielt von Akademietheater-Student Simon Rossa - als erstes befragt werden, während die anderen Gruppen anderen Zeugen im Ulmer Stadtgebiet auf den Zahn fühlen sollen.

Man trägt Hut, gerne auch Schlapphut in der Heidenheimer Gruppe. Natürlich Sonnenbrille. Und die Ermittlungen in der Münsterstadt - ein Geburtstagsgeschenk zum 31. für Astrid Zimbelmann - machen allen Mordsspaß.

Der vermeintliche Autohändler indes gibt sich ganz unschuldig, verhandelt lieber mit Yvonne Spaziano (29) über den Kauf eines Mercedes. Doch die Gruppe - bereits Krimidinner-erfahren - bleibt hartnäckig. Wann hat der Zeuge seinen Mitbewohner zuletzt gesehen? Was hat es mit dem I-Phone auf sich? Aha, er hatte auch ein Nokia-Handy? Und wieso verdächtigt der Mitbewohner Pschisalskys Freundin? Es geht wild durcheinander. Und ehe alle Fragen gestellt sind, kommt schon Gruppe zwei. Die Heidenheimer müssen weichen. Auf sie wartet ein paar Straßen weiter die trauernde Freundin alias Bernadette Hug. . .

Gut zwei Stunden später, so viel sei - zehn Minuten hin oder her - an dieser Stelle verraten, lösen die Heidenheimer als einzige Gruppe den Mordfall. Info Wer auch einmal ermitteln möchte: Der nächste Stadtkrimi findet am 28. September statt. Anmeldung in der Tourist-Info.

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