Modell für die Grün-schwarze Koalition

Wie eine grün-schwarze Koalition funktioniert, konnte man schonmal beim VIP-Empfang zur Neueröffnung der Anwaltskanzlei Oelmayer, Kulitz & Kollegen erleben. Dabei haben der frühere grüne Stadtrat und Landtagsabgeordnete Thomas Oelmayer und IHK-Präsident Peter Kulitz die Kräfte gebündelt.

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Unter neuem Stern: Zur Eröffnung von "oe,k" kamen viele Gäste aus Wirtschaft und Politik.  Foto: 

Wie eine grün-schwarze Koalition funktioniert, konnte man schonmal beim VIP-Empfang zur Neueröffnung der Anwaltskanzlei Oelmayer, Kulitz & Kollegen erleben. Dabei haben der frühere grüne Stadtrat und Landtagsabgeordnete Thomas Oelmayer und IHK-Präsident Peter Kulitz die Kräfte gebündelt. Der Repräsentant der Wirtschaft wurde vom Moderator der Talkrunde im Businesspark II an der Einsteinstraße, SWP-Lokalchef Hans-Uli Thierer, jedenfalls in die Nähe von CDU - und FDP - gerückt.

Die Protagonisten einigten sich nach Oelmayers Worten auf die Fusion, weil sie trotz aller Verschiedenheiten ähnliche Wertevorstellungen teilen. Mit Blick auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten machte in einem Grußwort OB Gunter Czisch darauf aufmerksam, dass Kulitz, der viel auf Delegationsreisen unterwegs ist, wahrscheinlich eine höhere CO2-Bilanz hat "als alle Grünen in Baden-Württemberg zusammen".

Bei der Eröffnung der Kanzlei in ihren weitläufigen Räumen waren fast 200 Gäste dabei, darunter viele Vertreter der regionalen Wirtschaft. Denn der Fokus von "oe,k", wie es in Kurzform heißt, liegt auf Wirtschaftsrecht und auf Familienunternehmen - mit acht Anwälten.

Weil mit Holger Leichtle ein Spezialist für Insolvenzen hinzugestoßen ist, könne die Kanzlei ihre Mandanten von der "Wiege bis zur Bahre" betreuen, sagte Oelmayer scherzhaft. Er hatte Leichtle nach der letzten Insolvenz des SSV Fußballs kennen gelernt. Oelmayer sitzt seither im Vorstand, auch seine Kollegen Anton Gugelfuß und Roland Häußler waren beim Empfang. Sie alle erlebten einen brillanten Festvortrag von Alt-OB Ivo Gönner, der seit Montag wieder als Anwalt tätig ist - und zwar in der Kanzlei Derra - und sich ganz diplomatisch auf juristische Themen beschränkte. Er ließ Revue passieren, wie sich Juristen von im Mittelalter verhassten, den Regenten gefügigen Rechtsverdrehern zu modernen Dienstleistern gewandelt hätten - für alle Bevölkerungsschichten. Das Rechtsverständnis entwickle sich ebenfalls dynamisch weiter: "Das sind nicht in Stein gemeißelte oder am PC gedruckte letzte Wahrheiten."

Der Abend brachte auch praktische Erkenntnisse: Kulitz erläuterte auf Nachfrage Thierers, dass er keine weiteren Ausnahmeregelungen anstrebt, zum Jahresende bei der Landes-IHK in Stuttgart aufhört und bei der Kammer in Ulm eventuell nicht volle 15 Jahre bis Mitte 2018 macht - falls sich vorher ein Nachfolger meldet.

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