Mittagsbetreuung künftig in Containern

Die Kinder in der Neu-Ulmer Weststadtschule werden über Mittag in Containern betreut. Wie es mit den anderen Schulen weitergeht, ist unklar.

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Zumindest eine Entscheidung ist bei der Diskussion über den Neu-Ulmer Schulentwicklungsplan am Montag im Fachausschuss Bürgerdienste, Familie und Kultur fast einstimmig gefallen: Weil die erweiterte Weststadtschule nach der Zusammenlegung mit der Vorfeld-Schule schon wieder aus allen Nähten platzt, findet die Mittagsbetreuung der Kinder dort vom neuen Schuljahr an in Containern statt. Anschaffungskosten: 200.000 Euro. Die von Fachbürgermeister Gerd Hölzel zuerst vorgesehene Auslagerung dieser Betreuung in die Vorfeld-Schule wird nach Elternprotesten zu den Akten gelegt.

Große Verwirrung herrschte unter den Stadträten über die Zahlen, die dem neuen Schulentwicklungsplan zugrunde liegen. Der Fachbereich selbst hatte in der Sitzungsvorlage Angaben über die künftige Belegung von Schulen präsentiert, die sich von den Zahlen eines beauftragten Instituts unterscheiden. Mehr noch: Auch der anwesende stellvertretende Leiter des Schulamts, Dr. Ansgar Batzner, stellte so manche von der Stadt präsentierte Zahl in Frage, beispielsweise wie hoch der Migrationsanteil in den einzelnen Schulen ist. Was nicht unerheblich dafür ist, wie viele Klassen dann eingerichtet werden müssen.

Einige Fakten aber sind ansonsten wenig zu bestreiten: Neu-Ulm wird in den nächsten Jahren auf wohl 63 000 Einwohner wachsen. Steigen wird dann auch die Zahl der Grundschüler vor allem im Zentrum, in der Weststadt, in Ludwigsfeld, aber auch in Burlafingen. Also überall dort, wo neue Baugebiete erschlossen sind oder noch werden.

Was also tun? Der Schulfachbereich schlägt - wie schon berichtet - eine neu zu bauende Schule im künftigen Wohngebiet Wiley-Nord vor. Eine Alternative wäre der Umbau der alten Hochschule im Vorfeld. Das wird wohl noch untersucht. In die Vorfeld-Schule, die mit diesem Schuljahr endgültig ihre Pforten schließen wird, sollen dagegen neue Kindergartengruppen einziehen. Dass sich Eltern mit Unterschriftenlisten die Reaktivierung gerade dieser Vorfeld-Schule wünschen, spielt in den Planungen der Stadtverwaltung keine Rolle.

Im Lichte dieser Entscheidungen wurde die Verwaltung auch noch beauftragt, den Zuschnitt des Schulsprengels neu zu regeln.

Kommentar: Chaostage in Neu-Ulm

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