Mitfahr-App statt Autos im Hof

Fahrrad statt Auto und Tablet statt Papier-Skript: Die Hochschule Neu-Ulm soll nachhaltiger werden. Studenten beschäftigten sich mit Ressourcenverbrauch und Mobilität. Nun präsentieren sie ihre Konzepte.

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Studenten plädieren für Hartplastikflaschen (auf dem Tisch) statt PET-Flaschen (unten).  Foto: 

Eine Tonne Papier geht pro Prüfungswoche in der Hochschule Neu-Ulm drauf - für Klausuren und Skripte. Das ist zu viel, finden Studenten des Studiengangs Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation (IMUK). Im vergangenen Semester beschäftigten sie sich mit der Nachhaltigkeit der Hochschule, insbesondere mit dem Ressourcenverbrauch und der Mobilität.

Nun stellen die Studierenden ihre Konzepte für eine nachhaltigere Hochschule im eigenen Haus vor. Auf einem der Tische stehen Hartplastikflaschen, daneben ein Wasserspender. "Wir wollen den Verbrauch von PET-Flaschen an der HNU reduzieren", sagt die 21-jährige Katharina Blank. Mit ihren fünf Kommilitoninnen hat sie die alternativen Trinkwasserbehälter beschafft. "Die kann man theoretisch ein bis zwei Jahre nutzen", sagt Katharina Blank.

Ob die HNU die Wasserspender zukünftig wirklich kauft oder mietet, weiß Katharina Blank aber noch nicht. Das hängt von der Auswertung der Fragebögen ab, die überall ausliegen, sagt Projektleiter Markus Caspers. Er unterrichtet Gestaltung und Medien. Jeweils im fünften Semester besuchen Studierende seinen Kurs "Kommunikationsprojekt" - in diesem Rahmen entstanden die Konzepte der Studenten.

Die Vorgabe kam von Vizepräsidentin Julia Kormann: Die Nachhaltigkeit an der HNU soll gefördert werden, alles andere blieb den Studenten überlassen. "Sie sollen sich dabei eine klassische Marketing-Strategie überlegen", erläutert Caspers. Die rund 35 Studenten, die an dem Projekt teilnehmen, teilten sich in Teams auf und arbeiteten sechs Konzepte aus. "Wir wollen nicht die Welt retten", sagt Caspers. Aber für die Situation an der HNU seien diese Themen hochaktuell. Man brauche nur aus dem Fenster auf den überfüllten Parkplatz zu schauen, um zu wissen, dass da irgendwas falsch läuft.

Unter anderem wird eine Mitfahr-App für die HNU beworben. "60 Prozent fahren alleine in ihrem Auto hierher", sagt die 29-jährige Lisa Dittrich. Das soll sich ändern, ebenso wie der hohe Papierverbrauch an der Hochschule. "Nach unserem Konzept könnten wir einen eigenen Hochschulverlag gründen", sagt die 23-jährige Katharina Heisele. Das Skript könnte dann wie ein Schulbuch gedruckt und nach einem Semester wieder zurückgegeben werden. Oder - und das sei sogar noch umweltfreundlicher - es wird aufs Tablet übertragen.

Info Heute werden die Konzepte von 11 bis 15 Uhr im Foyer der Hochschule Neu-Ulm präsentiert.

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