Miteinander statt gegeneinander

Das Ulmer Bündnis gegen Rechts hat am Samstag zum Sternmarsch und zu einer anschließenden Kundgebung auf dem Münsterplatz eingeladen. Die Organisatoren wollten ein Zeichen für ein friedliches Miteinander und gegen Hass und Ängste setzen. Laut den Veranstaltern kamen etwa 1800 Menschen zur Veranstaltung. Mit einer Bildergalerie

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"Miteinander statt gegeneinander" lautete das Motto der Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts. Zahlreiche Menschen sind dem Aufruf zu Sternmarsch und Kundgebung von Gewerkschaften und Parteien bei eisiger Kälte gefolgt. Die Polizei spricht von etwa 700 und die Veranstalter von 1800 Teilnehmern.

Viele Teilnehmer hatten Schilder dabei. Auf einem stand "Nie wieder Nazis in der Stadt der Geschwister Scholl" auf einem anderen war zu lesen "Gegen geistige Brandstifter".
Nach dem Sternmarsch trafen sich die Teilnehmer auf dem Münsterplatz. Dort ergriff zunächst Oberbürgermeister Ivo Gönner das Wort. "Seit vielen Jahrzehnten lebt Ulm davon, dass Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen nach Ulm kommen." Die Kundgebung sei für ihn "ein Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Mord."

Pfarrer Matthias Hambücher vom Rat der Religionen rief dazu auf, sich zur eigenen Geschichte zu bekennen, und die eigene Einstellung da zu korrigieren, wo sie falsch ist.
Selda Karaduman, ebenfalls vom Rat der Religionen, verurteilte Taten, die im Namen der Religion begangen würden, "solche Taten sind Terrorismus, Extremismus aber nicht Islam." Dafür erhielt sie viel zustimmenden Applaus. 
"Für Nazis nur die rote Karte", hieß eines der Lieder, die Bene Büchler der Menge vortrug.
Nach etwa eineinhalb Stunden war die friedliche Kundgebung vorbei.
 
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Kommentare

08.02.2015 17:10 Uhr

Ach Gottchen, mal wieder "Lepidoserus"...

Mit "Euch Nazilein", die Ihr angeblich mitten unser uns seid, wird unsere Stadt und unser Land schon klarkommen, keine Sorge.
Kein Grund für Albträume :-)

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