Mitarbeiter und Kunden von Peri radeln jedes Jahr im Team

Seit acht Jahren tragen sportbegeisterte Peri-Mitarbeiter den Namen des Unternehmens auf zwei Rädern in die Welt. Ziel ihrer mehrtägigen Radtour ist immer eine europäische Niederlassung – heuer jene in Brüssel.

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Radsportgruppe von Peri auf ihrer jährlichen Tour.  Foto: 
Die jährliche Tour mit Kollegen gehört für die Radsportler der Peri-Belegschaft inzwischen fest zum Jahresablauf. Seit 2008 organisiert Andreas Franz die mehrtägige Fahrt über hunderte Kilometer zu einer der vielen Niederlassungen des Weißenhorner Unternehmens. Inzwischen sind jedes Mal rund 30 Kollegen dabei, wenn Franz, vom Team „El Capitano“ genannt, zur Abfahrt ruft.

Angefangen hat alles 2007: Damals machte sich der Geschäftsführer der italienischen Peri-Zweigstelle mit dem Fahrrad auf zu einem Überraschungsbesuch im Firmenstammsitz Weißenhorn. Plötzlich, so erinnert sich Andreas Franz, standen die Italiener mit ihren Rennrädern vor der Tür. Das Hallo sei groß gewesen, auch Christian Schwörer, einem der Peri-Chefs, habe die Idee der Italiener gut gefallen. Monate später habe Schwörer ihn dann gefragt, wie es denn mit dem Gegenbesuch bei den Italienern aussehe, erinnert sich Franz. „Und ich hatte noch nicht mal ein Rennrad zu Hause.“

Franz fing an, eine Tour von Weißenhorn bis Mailand zu organisieren. Parallel schaffte er sich ein neues Fahrrad an und fing mit dem Training an. „Glücklicherweise habe ich schon vorher Ausdauersport gemacht – und auch Spinning“, sagt er. „Sonst wäre das nicht gegangen.“ Vier Tage, rechnete Franz, müssten für die rund 550 Kilometer reichen. Seinen Tourenvorschlag hängte er ans Schwarze Brett – „und ab da klingelte bei mir nur noch das Telefon“, erinnert sich der 57-Jährige.

Am Ende waren es 17 Peri-Leute, die sich in den Sattel schwangen, darunter ein Kollege aus Schweden und einer aus Japan, der extra ein paar Urlaubstage an seinen geschäftlichen Aufenthalt in Europa anhängte. Am ersten Tag kam das Team bis Nassereith, dann ging es weiter über die Alpen. Das Wetter war schlecht, am Livigno-Pass türmte sich rechts und links der Straße noch der Schnee. Es regnete bei fünf Grad plus.

Aber entmutigen lassen habe sich keiner, erzählt Franz. Oben auf dem Pass trafen die Radler ihre italienischen Kollegen, die sie mit dem Rad bis nach Mailand begleiteten. Dort habe es eine „tolle Willkommensparty“ gegeben, erinnert sich Franz. Am Samstag ging es dann mit dem Bus nach Hause, die Räder wurden im Anhänger verstaut.

Seitdem ist das Peri-Radsport-Team, wie sich die Truppe um „El Capitano“ nennt, jedes Jahr zu einer anderen europäischen Niederlassung geradelt. Organisator ist Franz, der nicht nur die Unterkünfte bucht, sondern die Strecke samt jedem Zwischenstopp bis ins kleinste Detail plant und vor dem Start auch schon mal streckenweise abfährt und kontrolliert. Die Peri-Leute waren schon in Wien, Prag und Zürich, radelten die Pariser Champs-Élysées entlang und durch den Thüringer Wald nach Berlin. Heuer schaffte es das Peri-Team bis nach Brüssel, wo unter dem Atomium eines der vielen obligatorischen Erinnerungsfotos entstand.

Bei jeder Tour legen die Radler in vier Tagen bis zu 660 Kilometer zurück, wobei Franz betont, der Ausflug sei eine „Radtour“, kein „Radrennen“. Auf das Treffen mit den Niederlassungskollegen folgt meist ein Kulturprogramm, bevor es mit dem Bus zurück nach Weißenhorn geht. Der Bus, so Franz, begleite sie bereits auf der Hinfahrt, so sei für den Gepäcktransport gesorgt. Außerdem seien so immer genug Ersatzteile und auch ein, zwei Ersatzräder verfügbar, falls es mal zu einer Panne komme oder ein Fahrer eine Etappe aussetzen müsse.

Besonders auf der Tour nach Paris seien sie über den Ersatzteilservice froh gewesen, erinnert sich Franz: „Es gab zwar wenig Steigungen, aber es war furchtbar heiß und das hat den Reifen ziemlich zugesetzt.“

Peri selbst unterstützt die radelnden Mitarbeiter kräftig: Jeder zahlt nur rund 350 Euro für die Reise, den Rest sponsert das Unternehmen. Zudem bekommen die Radsportler jeweils zwei Trikots und eine Windstopperjacke mit dem Firmenschriftzug. Dass die Idee ankommt, zeigt sich an den Teilnehmerzahlen: 30 sind es inzwischen, darunter immer wieder Kollegen aus dem Ausland und sogar Kunden. Sie alle lobten das Gemeinschaftserlebnis, das aus Kollegen oder Kunden Sportkameraden und Freunde macht.

Momentan steckt Andreas Franz schon in den Vorbereitungen für die Radtour 2016. Nach Warschau wird es gehen. Und weil die 1200 Kilometer in vier Tagen nicht zu schaffen sind, fährt ein Bus die Teilnehmer erst mal an die deutsch-polnische Grenze. So schnell werden „El Capitano“ die Reiseziele nicht ausgehen; Die Liste der noch nicht besuchten europäischen Niederlassungen ist lang.

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