Mit Verzögerung: Ins Keifl-Gebäude in Keltergasse ziehen Praxen ein

In das medizinische Zentrum, das im neuen Keifl-Gebäude gegenüber vom Wengentor entstehen soll, kommt wieder Bewegung. Dorthin zieht wie geplant das Endokrinologikum, belegt aber nicht alle Etagen.

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Blick vom Wengentor: Der imposante Keifl-Neubau an der Ecke Keltergasse geht nach Verzögerungen Anfang November in Betrieb. Neben dem Endokrinologikum soll eine weitere Arztpraxis sowie eine Apotheke einziehen.  Foto: 

Das Wengentor mit Büros, Praxen und Wohnungen ist längst fertig und eröffnet. Schräg gegenüber schien dagegen in dem praktisch gleichzeitig entstandenen Keifl-Gebäude zuletzt alles stillzustehen - wegen der Insolvenz des Generalmieters Medivision in Hamburg. Medivision wollte bei Keifl die endokrinologische Praxis unterbringen, die derzeit noch beengt im Hafenbad ebenfalls bei Keifl zur Miete ist.

Doch in die Sache ist wieder Bewegung gekommen, seit Medivision vom Hamburger Labordienstleister Amedes aufgefangen wurde. Wie Keifl-Prokurist Manfred Maier erläuterte, startet das Endokrinologikum Anfang November in dem Neubau an der Ecke Wengen- und Keltergasse, zudem im Erdgeschoss die neue Wengentor-Apotheke von Hirsch-Apotheker Dr. Dieter Benz.

Abweichend von den ursprünglichen Plänen übernimmt Medivision das Gebäude allerdings nicht als Generalmieter, sondern mietet die Etagen drei bis sechs. Für die Stockwerke eins und zwei steht Maier in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem weiteren medizinischen Dienstleister.

Die Tiefgarage mit elf Stellplätzen hat er zwischenzeitlich an den Ulmer Gastronomen Oliver Loser vermietet, der ebenfalls am Wengenplatz im Hotel Stern das Hacker-Pschorr-Wirtshaus und außerdem das nahegelegene Hotel Roter Löwe mit dem Wirtshaus zur Brezel betreibt. Loser verpachtet die Stellplätze teilweise weiter.

Das gesamte Keifl-Gebäude verfügt über 3500 Quadratmeter Büroflächen. Der Trockenbau ist fast fertig, berichtet Maier, nun laufen die Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten. Bei den Mietpreisen liegt Keifl bezogen auf Ulm nach Maiers Worten "in der Mitte". Keifl hat übrigens seit Fertigstellung durchgehend Miete für das Haus erhalten, bis 1. Juli vom Medivision-Insolvenzverwalter, und zwar zu 100 Prozent. Seither greift schon das neue Mietverhältnis für die Etagen, in die das Endokrinologikum einzieht.

14 Standorte

Das Endokrinologkium ist ein Verbund medizinischer Versorgungszentren, der sich mit Hormon- und Stoffwechselerkrankungen befasst. Ein weiterer Schwerpunkt ist den Angaben zufolge die Rheumatologie. Für den Verbund sind mehr als 170 Ärzte mit insgesamt 850 Mitarbeitern an 14 Standorten in Deutschland tätig. In Ulm ist das Endokrinologikum bisher im Hafenbad 33 angesiedelt.

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