Mit Synthies, Gitarren und Bläsern für den guten Zweck

Gemeinsam rocken und dabei auch Gutes tun. Das war das Motto beim Konzert von Erpfenbrass, Rockfish und Imaginary War im Roxy.

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Joki Schaller ist der Frontmann von Imaginary War. Foto: Sophie Krauss

Die Idee für das karitative Projekt "Wir für Ulm" hatten sechs Azubis und zwei Studenten der Wilken-Unternehmensgruppe, die auch moderierend durchs Programm führten. Der gesamte Erlös kommt der "Aktion 100 000 und Ulmer helft" zugute.

Eröffnet wurde der Abend von den charmanten Erpfenbrass, die mit eigenwillig und frech intonierter Blasmusik das Publikum im Sturm nahmen. Da swingt und funkt es an allen Ecken, selbst volkstümliches Liedgut wurde so unverbraucht wiedergegeben, dass auch die ganz junge Generation daran Gefallen finden konnte. Und als Stimmungsmacher Sebastian Jäger beim Klassiker "Zirkus Renz" versehentlich mit dem Fuß eine Posaune umwarf, hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Die drei Jungs vom musikalischen Nachwuchs Rockfish machten ihrem Namen alle Ehre und rockten mit sehr rhythmischen Riffs ganz lässig nach vorne. Die drei Knirpse im Alter von 13 und 14 Jahren spielen Deutschrock, der instrumental jedoch mehr an The Hives und ähnliche Vertreter des Retro-Rocks erinnert, als an einschlägige Deutschrockkapellen. Punkt 22 Uhr mussten die Drei jedoch etwas überstürzt die Bühne verlassen - aus Gründen des Jugendschutzes.

Dann endlich "Imaginary War". Deren Vorliebe für laute Synthesizer sorgt für einen Sound, der zum einen in den frühen 1980er Jahren verwurzelt (das Bühnengebaren von Sänger Joki Schaller gemahnt denn auch an Vorbilder wie Depeche Mode und Ultravox), zum anderen aber Metal-Gitarren und genügend Tanzbares bot, um die musikalische Gegenwart nicht außer Acht zu lassen. Jedenfalls Synthie-Rock und Dark Wave in Vollendung, wenn auch am Songwriting noch etwas gefeilt werden könnte. Mit dem verletzlichen "Embrace" klang ein musikalisch vielfältiger und wiederholenswerter Abend aus, der laut Trainee Tobias Wilken keine Eintagsfliege bleiben soll.

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